Bund Naturschutz ist empört

Waldbodenzerstörung im Landschaftsschutzgebiet Moosschwaige bei Germering

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Vermutlich wollte der Waldbesitzer hier kostengünstig Erdaushub beseitigen, mutmaßt die Ortsgruppe des Bund Naturschutz.

Germering - Mitglieder der Ortsgruppe Germering des Bund Naturschutz entdeckten dieser Tage eine unsachgemäße Erdaufschüttung auf einer rund 1,5 Hektar kahlgeschlagener Fläche rund 200 Meter westlich des Gutes Moosschwaige. Die Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet „Triftwiesen Germering“ und ist gleichzeitig besonders schützenswerter Bannwald. 

Offensichtlich hatte sich der ursprüngliche Waldbestand in den Vorjahren durch Borkenkäfer und Sturmwurf aufgelöst. Die verbliebenen Wurzelstöcke der Bäume wurden mit schwerem Gerät herausgerissen und seitlich in großen Haufen deponiert. Anschließend wurde die Kahlfläche mit lehmig kiesigem Erdmaterial bis zu einem Meter Höhe aufgefüllt. 

Nicht der erste Fall

Nach dem Bayerischen Waldgesetz ist eine derartige Waldbodenzerstörung verboten. Es ist zu vermuten, dass der Waldbesitzer hier kostengünstig Erdaushub beseitigen wollte. Dies ist nicht der erste Fall auf Germeringer Flur und so bleibt zu hoffen, dass die Behörden rasch reagieren damit das Material beseitigt und die Kahlfläche wieder mit heimischen Baumarten aufgepflanzt wird, schreibt der Bund Naturschutz.

red

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