S 4-Ausbau

Naturschützer fordern viertes Gleis bis in die Kreisstadt

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Noch ist es nicht soweit, aber ab 2020 wird der Bahnsteig an Gleis 1 des Brucker Bahnhofs (linkes Gleis) auf 76 cm erhöht, damit auch Regionalzüge wieder in der Kreisstadt halten können.

Der Bund Naturschutz (BN) fordert einen viergleisigen Ausbau der S-Bahnlinie 4 bis zum Bahnhof Fürstenfeldbruck.

Landkreis – Die von der Bahn AG vorgelegten Pläne – beabsichtigt ist ein dreigleisiger Ausbau bis Eichenau – seien Stückwerk und würden den Erfordernissen und künftigen Entwicklungen nicht gerecht.

Zug- und Güterverkehr auf drittem Gleis

Den neuen Plänen zufolge will die Bahn AG den S-Bahnverkehr zwischen Pasing und Eichenau künftig über die beiden Außengleise abwickeln, während der gesamte Fern-, Regional- und Güterverkehr das dritte mittlere Gleis nutzen soll. In Kombination mit einer Blockverdichtung im Abschnitt Eichenau – Buchenau würden laut DB Netz so „zusätzliche Kapazitäten für den Schienenverkehr geschaffen sowie die Betriebsqualität sichergestellt“ werden.

Sorge um Rückstau

Die geplanten Baumaßnahmen würden nach Ansicht der Umweltschützer die aktuellen Anforderungen zwar gerade noch erfüllen, sofern es gelingt, die Fahrzeiten auf diesem Streckenabschnitt anzupassen. Die notwendige Blockverdichtung zwischen den S-Bahnhöfen Eichenau und Buchenau zeige jedoch wie eng es dabei auf den Gleisen zugehen werde. In einer Stellungnahme an das Eisenbahn-Bundesamt bezweifelt der Bund Naturschutz, dass die neue eingleisige Strecke für den gesamten übrigen Verkehr ausreicht. Bei der Dichte des Verkehrs (15-Minuten-S-Bahntakt, neue Express-S-Bahnen, verstärkter Fern-, Regional- und Güterverkehr) sind nach Ansicht des BN Behinderungen vorprogrammiert, beispielsweise wenn ein verspäteter Zug aus dem Allgäu auf die Einfahrt in das Mittelgleis in Eichenau warten muss, weil dieses noch durch einen planmäßig ausfahrenden Zug blockiert ist. Zudem berücksichtigen die Planer weder „die unausweichliche Verkehrswende in Deutschland, noch das unverminderte Wachstum des Ballungsraums München, das zur weiteren Zunahme des Bahnverkehrs auf dieser Strecke führen wird“, so Eugenie Scherb, Kreisvorsitzende des BN.

Um einen Kollaps nach 2030 zu verhindern, müsse die Strecke gleich viergleisig bis zum Bahnhof Fürstenfeldbruck ausgebaut werden. Alles andere wäre nicht zukunftsfähig.

Viergleisig sei zukunftsfähig

Auch Mirko Pötzsch (SPD), Verkehrsreferent im Brucker Stadtrat, fordert einen zukunftsfähigen Ausbau, „damit die Linie nicht schon wieder zu klein ist, bevor sie überhaupt fertiggestellt wird.“ In den Planungen müsse ein viertes Gleis zumindest berücksichtigt werden, auch wenn man es nicht gleich baut, denn „im Nachhinein mal eben ein viertes Gleis danebensetzen ist unmöglich.“ Neben der Trassenerweiterung müsste man auch die betreffenden Bahnhöfe ein zweites Mal umbauen. „Eine derartige Kostenexplosion würde niemand verantworten wollen und auch nicht können“, so Pötzsch.

Peter Fischer

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