Schwere Zeiten für Germerings Naturschätze

Bund Naturschutz zeigt sich kritisch über Abholzaktion im Harthauser Wald

Verbotene Kiesablagerung beim Schusterhäusl statt vitaler 
Wald.
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Verbotene Kiesablagerung beim Schusterhäusl statt vitaler Wald.

Germering – Immer wieder gibt es Diskussionen über Abholzaktionen oder andere Missetaten rund um Germerings Wälder. Harthauser Wald, Moosschwaige, Schusterhäusl: Germerings Naturschätze machen derzeit schwere Zeiten durch, so teilt es der Bund Naturschutz, Ortsgruppe Germering, mit.

Aktuell bewegt die radikale Beseitigung des gesamten südseitigen Heckensaums am Harthauser Wald die Gemüter von Naturschützern und Erholungssuchenden. Der Eingriff ist in seinem Ausmaß und in seinen ökologischen Auswirkungen auf die Tierwelt ohne Beispiel. So sei dieser Vorfall auf Germeringer Flur nicht der einzige seiner Art, wie die Ortsgruppe Germering des Bundes Naturschutz kritisch feststellt.

Weitere Umweltsünden

Vor einem Jahr wurden in einem Bannwald in der Moosschwaige die Bäume samt Wurzelstöcken entfernt und der kahlgelegte Niedermoorboden auf rund 1,5 Hektar unter tausenden Tonnen Erdaushub begraben. Vor vier Jahren wurde südöstlich vom Schusterhäusl ein geernteter Fichtenbestand nicht mehr aufgeforstet, sondern die Fläche von rund 1.000 Quadratmeter mit einer dicken Kiesschicht überdeckt und damit wertvollster Waldboden zerstört, führt der Bund Naturschutz weiter aus.

In den beiden letzteren Fällen stehen die Entscheidungen der Behörden noch aus. Für den Harthauser Wald sind die Ermittlungen angelaufen. Bei allen Maßnahmen wurde gegen Gesetze verstoßen. „Offensichtlich war den Verursachern immer noch nicht klar, welch hohen Stellenwert der Schutz der Natur inzwischen in unserer Gesellschaft hat. Es bleibt zu hoffen, dass rasche und scharfe behördliche Sanktionen sowie das Echo in der Presse und in der Öffentlichkeit zukünftige potenzielle Naturschädiger abhalten“, sagt Annette Kotzur.

Nächsten Schritte stehen aus

Auch der Germeringer Umweltbeirat debattierte in seiner letzten Online-Sitzung über die Aktion im Harthauser Wald. Ein offizielles Statement solle noch folgen. So warte man beispielsweise noch auf eine Reaktion der Unteren Naturschutzbehörde.

red

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