Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner in Fürstenfeldbruck

"Landwirtschaft gilt wieder als sexy"

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 „Der Berufswettbewerb ist eröffnet!“ riefen Julia Klöckner (CDU), die Bundeslandwirtschaftsministerin und Kathrin Muus, die Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend, gleichzeitig ins Mikrofon. Sie gaben damit zum einen den Startschuss für den 34. bundesweiten Berufswettbewerb der deutschen Landjugend für „Grüne Berufe“ und beendeten zugleich den Festakt im „Grünen Zentrum“ in Puch.

Fürstenfeldbruck - An dieser deutschen Jugendmeisterschaft nehmen heuer 10.000 junge Frauen und Männer aus der gesamten Bundesrepublik teil, darunter 2.000 aus Bayern. Die Bundessieger werden Anfang Juni gekürt. An der Landwirtschaftsschule in Puch gingen 64 Teilnehmer beim ersten Vorentscheid an den Start. In den Sparten Land-, Haus-, Forstund Tierwirtschaft sowie Weinbau werden nach dem Motto „Grüne Berufe #landgemacht – Qualität. Vertrauen. Zukunft.“ die Besten der Besten gesucht. Begrüßt wurden die vielen hochrangigen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Bildung von Kathrin Muus, der Bundesvorsitzenden der Deutschen Landjugend. Muus ging eingangs auf das Motto des Wettbewerbs ein: Qualität, Vertrauen und Zukunft und nutzte die Gelegenheit auf die Ausbildungsvergü- tung einzugehen, die ihrer Meinung nach, sehr zu wünschen übrig lasse. Jeder Auszubildende sollte ein eigenständiges Leben finanzieren können, meinte die Bundesvorsitzende. Darüber sollten sich Betriebe, Verbände und Ministerien Gedanken machen. „Landwirtschaft gilt wieder als sexy“, sagte die Bundeslandwirtschaftsministerin.

Positive Botschaften als Rückgrat der Landwirtschaft

Sie untermauerte diese Aussage damit, dass die Zahlen in den Ausbildungsberufen der Landwirtschaft, entgegen der demografischen Entwicklung konstant bleiben. Der Beruf sei wieder attraktiv, meinte Klöckner. Dazu trage nicht zuletzt der Berufswettbewerb der Landjugend bei, der von den jungen Teilnehmern nicht nur ein enormes Fachwissen in vielen Bereichen verlange, sondern auch über die Attraktivität, die Vielfalt, die Abwechslung und Verantwortung der grünen Berufe informiere. Das Nachwachsen einer ausreichenden Anzahl an Fachkräften sei eine der entscheidenden Zukunftsfragen der Landwirtschaft in Deutschland, sagte Klöckner. „Es ist ein toller Beruf, den Sie haben, ein sinnvoller Beruf“, rief sie den Teilnehmern des Wettbewerbs zu. „Werden Sie glücklich.“ „Wir brauchen positive Botschaften“, sagte Joachim Rukwied, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Deshalb freue er sich alle zwei Jahre, wenn er sieht, mit welchem Elan die jungen Menschen an diesen Berufswettbewerb gehen. „Dieser Wettbewerb ist eine hervorragende Möglichkeit für unseren Nachwuchs, Talent und erlernte Fähigkeiten zu zeigen. Allein die beeindruckende Teilnehmerzahl sei ein Beleg für die Breite und Qualität der Ausbildung in der Land- und Tierwirtschaft, der Haus- und Forstwirtschaft sowie im Weinbau.“ „Ihre Berufe sind das Rückgrat der Landwirtschaft“, sagte Anneliese Göller, die Vizepräsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes. Deshalb sei es wichtig, in der Ausbildung möglichst viel Wissen und Können zu erwerben.

Basis für Erfolg ist eine gute Ausbildung

Die erfolgreichen Teilnehmer des Berufswettbewerbs stellen ein Gewinn für die Region und die Verbände dar. „Unsere Betriebsleiter beweisen immer wieder, dass sie gut auf die heutigen Herausforderungen vorbereitet sind.“ Man müsse offen gegenüber den Verbrauchern sein und sie mitnehmen, so Göller, nur dann könne man viel, erreichen. „Wir sind viele. Wenn wir an einem Strang ziehen, wird auch die Landwirtschaft das Rückgrat der Gesellschaft bleiben.“ In Vertretung der kurzfristig zu einer Kabinettssitzung gerufenen bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, sprach ihr Amtschef Hubert Bittlmayer ein Grußwort. Die Basis für Erfolg im Berufsleben ist eine gute Ausbildung als Fundament und ständige Fortbildung das ganze Leben lang. „Dass sich die jungen Menschen dieser Herausforderung stellen, das sehen wir bei diesem Berufswettbewerb“, lobte Bittlmayer die hohe Teilnehmerzahl. „Solche jungen Menschen brauchen wir. Das ist nicht nur für sie gut, sondern für die ganze Branche, um nach außen zu zeigen, wie stark wir sind.“ 

Dieter Metzler

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