Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau

Trotz schwerer Verluste - Direktmandat geht an die CSU

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Gleich mit drei Abgeordneten wird der Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau (Wahlkreis 215) im neuen Bundestag vertreten sein. Katrin Staffler (CSU) aus Türkenfeld, Beate Walter-Rosenheimer (Grüne) aus Germering und Michael Schrodi (SPD) aus Olching schafften den Sprung nach Berlin. Die erstmals kandidierende Staffler, die als Nachfolgerin von Gerda Hasselfeldt antrat, errang das Direktmandat, Walter-Rosenheimer zog zum zweiten Mal über einen Listenplatz in den Bundestag ein und Schrodi erreichte das Bundestagsmandat trotz der Verluste der SPD aber ebenfalls über einen guten Listenplatz erstmals. Die Wahlbeteiligung gegenüber der Wahl vor vier Jahren (75,2 Prozent) war diesmal mit 82,3 Prozent im Wahlkreis auch gegenüber dem Bundesdurchschnitt (76 Prozent) überraschend hoch.

Landkreis - Das bundesweite Ergebnis zur Wahl des 19. Deutschen Bundestags spiegelte sich auch im Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau wider. Die beiden großen Volksparteien CSU (-11,1 Prozent) und SPD (-5,3 Prozent) erlitten im Landkreis sogar noch schwerere Verluste als bundesweit, alle übrigen Parteien legten mehr oder weniger zu. 

AfD legt um 6,3 Prozent zu

Den Kampf um die drittgrößte politische Kraft, den bundesweit die AfD für sich entschied, teilt sich im Landkreis die AfD mit der FDP. Beide erzielten im Landkreis 11, 6 Prozent. Die AfD legte gegenüber vor vier Jahren um 6,3 Prozent zu, die FDP gar um 6,7 Prozent. Auch die Grünen konnten im Landkreis Boden mit 2,2 Prozent gut machen, ebenso wie Die Linke mit 2,1 Prozent. Zu den Verlierern müssen sich auch die Freien Wähler im Landkreis rechnen, die von 2,8 Prozent nur noch 2,4 Prozent erhielten. „Natürlich freue ich mich über mein persönliches Ergebnis von knapp 44 Prozent. Betrachtet man den Landestrend und das Zweitstimmenergebnis wird klar, mit welchem Vertrauensvorschuss ich ausgestattet wurde. Möglich wurde dies nur durch die uneingeschränkte Unterstützung aus beiden Teilen des Wahlkreises“, sagte Katrin Staffler, die das Direktmandat im Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau als Newcomerin eroberte. 

Staffler: „Das ba yernweite Ergebnis unserer Partei ist ein Warnschuss"

Landesgruppenchefin und Abgeordnete Gerda Hasselfeldt, die nach 30 Jahren nicht mehr kandidierte, hatte den Weg frei gemacht für Staffler. „Das bayernweite Ergebnis unserer Partei ist ein Warnschuss wie er lauter nicht sein könnte. Hier tun wir gut daran, genau zu analysieren und dann auch entschlossen zu handeln. 38,8 Prozent entsprechen nicht unserem Selbstverständnis“, bereitete aber auch Staffler trotz des persönlichen Erfolgs Kopfzerbrechen. Im Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau hatten insgesamt elf Parteien, Wählergruppen beziehungsweiese Einzelbewerber ihre Kreiswahlvorschläge eingereicht. 

Kandidaten und Zahlen

Mit 43,6 Prozent errang Biochemikerin Katrin Staffler (CSU) aus Türkenfeld das Direktmandat. Studienrat Michael Schrodi (SPD) aus Olching schaffte 18,7 Prozent, gefolgt von Selbständigen Florian Jäger aus Olching (AfD) mit 10,2 Prozent. An vierter Stelle steht Beate Walter-Rosenheimer (Grüne) aus Germering mit 9,1 Prozent. Auf den weiteren Plätzen landeten Rechtsanwalt Andreas Schwarzer (FDP) aus Türkenfeld mit 7,2 Prozent, Angestellte Renate Schiefer (Linke) aus Puchheim mit 4,1 Prozent, Freie Journalistin Lilian Edenhofer (FW) aus Garmisch-Partenkirchen mit 3,1 Prozent, Elektroniker Jürgen Loos (ÖDP) aus Fürstenfeldbruck mit 1,6 Prozent, Wirtschaftsmathematiker Sebastian Kellerer (BP) aus Dachau mit 1,6 Prozent, Professor für Betriebswirtschaftslehre Christian Kreiß aus Gröbenzell (Vereinigte Direktkandidaten) mit 0,4 Prozent und Dipl.-Ing. (FH) Bauwesen Hans-Jörg Tschan aus Erdweg (Mit Wählen – Mit Reden – Mit Bestimmen) mit 0,3 Prozent.

Dieter Metzler

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