Teile der Bundeswehr in Bereitschaft versetzt, um die Kommunen im Umgang mit Flüchtlingen/Asylsuchenden zu unterstützen 

600 Bundeswehrsoldaten unterstützen Flüchtlingshilfe in Bayern 

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Bundeswehr-Offiziere bei der Koordinierung mit zivilen Hilfsorganisationen.  

Fürstenfeldbruck –  Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Asylbegehrenden im Rahmen ihrer Möglichkeiten „maximale Kulanz“ zugesagt. Lt. der neuesten Presseverlautbarung des Landeskommando Bayern vom 15. 9. "halten sich in Bayern aktuell rund 600 Soldaten bereit, um Flüchtlinge zu unterstützen".  Die Bundeswehr unterstützt darüber hinaus schon seit Monaten u.a. durch die Bereitstellung von Liegenschaften. Sieben der bundesweit über 40 Liegenschaften liegen in Bayern (Sonthofen, Fürstenfeldbruck, Manching-Oberstimm, Roth, Neubiberg, Erding und Cham). Weitere Liegenschaften wurden identifiziert.

Gebirgsjäger errichten Zelt in Neubiberg

Für das Wochenende 12./.13. 9.  versetzte sie Teile der Bundeswehr - Bayern: je 150 Soldaten der Panzerbrigade 12 (Amberg) und Gebirgsjägerbrigade 23 (Bad Reichenhall) - in Bereitschaft, um die Kommunen im Umgang mit der weiterhin großen Zahl eintreffender Flüchtlinge und Asylsuchender unterstützen zu können. Die Unterstützung geschieht im Rahmen der sogenannten Amtshilfe und muss durch die zivilen Behörden angefordert werden. In Bayern koordiniert das Landeskommando Bayern (München) die Hilfe. Dessen Kommandeur, Brigadegeneral Helmut Dotzler, betont die schnelle und unbürokratische Unterstützung durch die Bundeswehr: „Wir haben seit letzten Freitag mit hunderten ‚helfenden Händen‘ rasch unterstützen können. Herzlichen Dank an alle!“ In Bayern kamen daraufhin Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 zum Aufbau eines Zeltlagers auf dem Gelände der Bundeswehruniversität in Neubiberg und zur Aufnahmeorganisation in München (Donnersberger Brücke, Riem) zum Einsatz. Bereits in der vergangenen Woche unterstützten Soldaten der Führungsunterstützungsschule (Feldafing) den Landkreis Starnberg beim Aufbau von Zelten an verschiedenen Standorten.

Um zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen, wurden die für Ende September 2015 am Standort Roth (Mittelfranken) geplanten Deutschen Reservistenmeisterschaften abgesagt. Die Unterstützungsmaßnahmen halten an.

Landeskommando Bayern –  ÄNDERUNG:  München, den 15. September 2015,  "Bundeswehr unterstützt Flüchtlingshilfe in Bayern":  In Bayern halten sich aktuell rund 600 Soldaten bereit, um Flüchtlinge zu unterstützen. Die Soldaten gehören der Panzerbrigade 12 (Amberg) und der Gebirgsjägerbrigade 23 (Bad Reichenhall) an. Sie helfen den Kommunen im Umgang mit der weiterhin großen Zahl Asylsuchender. Die Unterstützung geschieht in der Regel im Rahmen der so genannten Amtshilfe. Zivile Behörden müssen die Unterstützung anfordern. In Bayern koordiniert das Landeskommando Bayern (München) die Hilfe. In Bayern kamen die Soldaten beim Aufbau eines Zeltlagers auf dem Gelände der Bundeswehruniversität in Neubiberg sowie bei der Aufnahmeorganisation in München (Donnersberger Brücke, Riem) zum Einsatz. An weiteren bayerischen Standorten wurden durch Soldaten Zelte aufgebaut. Die Bundeswehr unterstützt außerdem seit Monaten, indem sie Liegenschaften bereitstellt. Sieben der bundesweit über 40 Liegenschaften liegen in Bayern (Sonthofen, Fürstenfeldbruck, Manching-Oberstimm, Roth, Neubiberg, Erding und Cham).

Die Regierung von Oberbayern  teilte am 14. September  zum Thema Asyl ergänzend mit: 

Allein am Sonntag kamen noch 7.100 Personen an.  Regierungspräsident Hillenbrand: „Wir sind gut vorbereitet.“ Die Lage am Münchner Hauptbahnhof ist trotz hoher Zugänge am Wochenende stabil. Heute sind die Zugänge stark zurückgegangen. Neuzugänge Asylsuchender: Am 13.09.2015 (00.00 Uhr bis 24.00 Uhr) sind 7.100 Asylsuchende am Münchener Hauptbahnhof angekommen. Danach war ein starker Rückgang der Ankommenden zu verzeichnen. 

Weiterleitungen in Bayern und in andere Bundesländer: Insgesamt gab es Weiterleitungen für 6.300 Asylsuchende per Bus und Bahn. So fuhren am Sonntag 46 Busse, davon 32 Busse zur Weiterleitung in andere Bun-desländer und 14 Busse im Bayernausgleich. Damit konnten 2.300 Personen per Bus weitergeleitet werden. Mit insgesamt 6 Sonderzügen von München aus fuhren gestern rund 4.000 Personen u.a. nach Dortmund, Berlin, Frankfurt und Leipzig. 

Zur Lage meint Regierungspräsident Christoph Hillenbrand: „Wir können noch nicht genau absehen, wie sich die neuen Grenzkontrollen und der zeitweise eingestellte Zugverkehr nach München tatsächlich auf Ankünfte von Asylsuchenden in München auswirken. 

Im Moment mag man kurz durchschnaufen, was den zahllosen Beteiligten und Helfern sicher gut tut. Im Kern müssen wir aber weiter vorbereitet sein.“

 

 

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