Callcenterbetrüger im Großraum Fürstenfeldbruck aktiv

Bei Anruf Betrug

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Betrüger versuchen immer wieder das Ersparte von älteren Menschen zu ergaunern.

Landkreis - In den vergangenen Tagen und Wochen wurden im Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck mehrere Betrugsversuche in Form von Anrufen gemeldet. Mittels den hinlänglich bekannten Maschen Enkeltrick, falscher Polizeibeamter oder Gewinnversprechen versuchten gerissene Betrüger ihre ahnungslosen Opfer abzuzocken.

Im Monat Juli kam es im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord zu 438 Betrugsdelikten durch Callcenter, Versuche wie auch vollendete, mit einem Schaden von über 500.000 Euro. Allein die Kripo Fürstenfeldbruck bearbeitete in diesem Jahr bereits rund 1.000 Anzeigen in den Phänomenbereichen Enkeltrick, falscher Polizeibeamter und Gewinnversprechen. Mit Aussagen wie „Sie haben gewonnen, müssen aber für den Transport Ihres Gewinns vorab bezahlen“ oder „In Ihrer Nachbarschaft wurde eingebrochen. Auch Ihr Haus steht auf einer aufgefundenen Liste. Wir müssen Ihre Wertgegenstände in Sicherheit bringen“ ködern die Betrüger ihre meist älteren Opfer.

Aktueller Fall aus Fürstenfeldbruck

In einem aktuellen Fall wurde eine 78-jährige Frau aus Fürstenfeldbruck dazu angehalten sich schnellstmöglich mit dem Bundeskriminalamt in Verbindung zu setzen, um eine Verhaftung wegen Geldwäsche und Kinderpornografie abzuwenden. Wegen der Anwesenheit einer Familienangehörigen wurde das Gespräch seitens der Betrüger schnell abgebrochen.

Es ist davon auszugehen, dass weiterhin mit den genannten Betrugsmaschen versucht wird arglose Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Seien Sie wachsam und beherzigen Sie die Tipps der Kriminalpolizei:

Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen!

- Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen oder Bekannten Rücksprache! 

- Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein! 

- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen! Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben! 

- Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen! 

- Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 – benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern! 

- Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung! 

- Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, z. B. Polizisten, den Dienstausweis! 

- Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

pi

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