Fachforum "Familie im Blick" mit Caritas und Jugendamt Fürstenfeldbruck 

Welche Service-Angebote brauchen Familien? 

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(von links): Ulrike Bienemann, Fachdienstleitung Kindertageseinrichtungen Caritas FFB, Dr. Sigrid Lorenz, Diplom-Soziologin und Claudia Ramminger, Kreisgeschäftsführung Caritaszentrum FFB

Fürstenfeldbruck – Fachkräfte von Kindertageseinrichtungen der Stadt  FFB, Kommunalpolitiker und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden diskutierten mit Experten im Caritaszentrum darüber, welche Rahmenbedingungen Familien brauchen, um ihren Aufgaben gerecht zu werden.

Fachforum „Familie im Blick“ Vorträge im Caritaszentrum Fürstenfeldbruck „Familien brauchen eine zukunftsfähige Kindertageseinrichtung“ – so lautete der Vortrag von Hauptreferentin Dr. Sigrid Lorenz im Rahmen des Fachtages „Familie im Blick“, zu dem Caritas und Jugendamt eingeladen hatten 

Die Diplom-Soziologin führte aus, wie sich die Erwartungen innerhalb der Familien verändert haben. „Familien leben im Spannungsfeld einer Vielzahl von Anforderungen, denen kaum gerecht zu werden ist“. Im unmittelbaren Vergleich zwischen früher und heute sieht man, dass es weg geht von Ordnungswerten, hin zu Selbstentfaltungswerten. 

Die Zunahme an Selbstbestimmung (Individualisierung) und unterschiedlicher Lebenslagen und Lebensstile (Differenzierung) hat die Modernisierung der Gesellschaft zur Folge. Anhand der Sinus-Studie, die bei Familien die Bausteine soziale Lage (Bildung, beruflicher Alltag, Geld), grundlegende Werte (Wissen, Haltungen) und Lebensstil (Freizeit, Konsum, Geschmack etc.) berücksichtigt, haben junge Eltern oft andere Ansprüche an Kindergärten: Prioritäten wie Elternbeteiligung, Elternkommunikationsecken und Familienfeste treten zurück. Stattdessen werden pragmatische und funktionale Aspekte wichtig, wie beispielsweise klare Abläufe und eine moderne, funktionale Einrichtung. 

 Irmgard Löffler, Leiterin eines Caritas-Kinderhauses in München, referierte über die Münchner Familien-Service-Zentren der Caritas: „Wir versuchen den Familien möglichst viel ihres Alltagsbedarfes in der Einrichtung zur Verfügung zu stellen: Vom Babysitter-Service über Ergotherapeuten bis hin zur Organisation von Kindergeburtstagen“. Die Caritas Fürstenfeldbruck fühlt sich durch die Praxisbeispiele und Vorträge in ihrem Schaffen bestätigt: „Wir sind mit der Weiterentwicklung der Kindergärten auf dem richtigen Weg“, so Ulrike Bienemann, Fachdienstleitung Kindertageseinrichtungen der Caritas FFB. „Unsere Aufgabe ist es, Familien noch stärker in den Blick zu nehmen“. 

 Nicole Burk

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