Vom 26. bis 30. Oktober

Caritas-Aktionswoche zum Thema „Armut“

Erzieherin Maemi Mühlstein und  Sozialberaterin Nicole Egle präsentieren Erzähltheater über Armut
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Einsatzbereit: Erziehungsberaterin Naemi Mühlstein (links) und Sozialberaterin für Schuldner Nicole Egle präsentieren das pädagogische Material, mit dem ältere Kindergartenkinder für das Phänomen ‚Armut‘ sensibilisiert werden, unter anderem mit einem Kamishibai-Erzähltheater und einer passenden Erzählung, die von Pro Juventute in der Schweiz entwickelt wurde.

Fürstenfeldbruck - Mit zwei neuen Initiativen rückt die Caritas im Landkreis Armut in den Fokus und möchte diese aktiv bekämpfen.

Anlässlich der alljährlich im Herbst initiierten „Armutswochen“ des Deutschen Caritasverbandes will das Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck vom 26. bis 30. Oktober mit zwei neuen Initiativen Betroffene aktiv unterstützen und das Sprechen über Armut in den Fokus rücken..

„Mittagsküche vor der Kirche“

Eine warme Mahlzeit für bedürftige Menschen aus der Region wird es ab Freitag, 30. Oktober, wöchentlich jeweils freitags zwischen 11.30 und 12 Uhr auf dem Gelände der Pfarrkirche St. Magdalena geben. „Mittagsküche vor der Kirche“ ist eine Kooperation zwischen dem Pfarrverband Fürstenfeld, dem „Brucker Fenster“ der Caritas sowie dem Fachdienst Gemeindecaritas. Das Essen wird von Teilnehmern des Beschäftigungsprojekts „hofcafé“ zubereitet und mit Hilfe von ehrenamtlichen Helfern ausgegeben. Dank der Spende der Olchinger Firma TrendGo GmbH ist es möglich, die ersten 500 Essen kostenlos abzugeben.

Mit Kindern über Armut sprechen

Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung (2020) wachsen in Deutschland 2,8 Millionen Kinder in Armut auf, was sich in mangelnder Teilhabe und Stigmatisierung niederschlägt. Diese traurige Statistik bildet den Hintergrund einer gemeinsamen Initiative der Caritas-Sozialberatung für Schuldner und der Ökumenische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche. Die Mitarbeiterinnen haben ein Konzept entwickelt, mit dem Pädagogen älteren Kindergarten- und Hortkindern das Thema ‚Armut‘ nahebringen können. Durch Erzählungen und Kunst werden Kinder dazu angeleitet, Armut zu verstehen und für eigene Erfahrungen eine schamfreie Sprache zu entwickeln. Zwei Caritas-Kindergärten werden das Konzept in der genannten Woche umsetzen. „Wir halten es für sehr wichtig, schon im frühen Alter Empathie und Toleranz im Umgang mit gesellschaftlichen Randgruppen einzuüben. Dazu will dieses Projekt einen Beitrag leisten“, sagen die Sozialberaterin Nicole Egle und die Erziehungsberaterin Naemi Mühlstein. Das Material kann über die Aktionswoche hinaus jederzeit von interessiertem Erziehungspersonal bei der Caritas-Außenstelle in Germering bestellt werden.

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