Caritasverband stellt Pläne zum Don Bosco Seniorenwohnheim in Germering vor

Neue Heimat für Senioren

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Seit rund drei Jahren ist an der Stelle des ehemaligen Altenheims nun schon ein Bauloch - das soll sich bald ändern.

Germering – Die Baugrube ist tief, mittlerweile wuchert es schon regelrecht an der Parkstraße in der Nähe des Erikaparks. Einst gingen hier Senioren und deren Pfleger ein und aus – Mitte 2017 wurde begonnen das ehemalige Seniorenwohnheim Don Bosco, dessen Betreiber der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising war, abzureißen.

Der Caritasverband hat die Konzeption des Seniorenwohnheims überarbeitet und eine entsprechende Planung den Ausschussmitgliedern des Planungsund Bauausschusses am 14. Juli vorgelegt. Baubeginn soll nun 2021 sein, damit im Frühjahr 2023 die ersten Bewohner einziehen können – 150 an der Zahl. Dass sich die Planungen bereits seit mehreren Jahren hinziehen würden, da man sich nicht auf eine geeignete Planung zum Thema Größe des Neubaus einigen konnte, darauf spielte Sozialreferent Herbert Sedlmeier (CSU) an, welcher sich aber nun durchaus zufrieden mit der Umsetzung eines offenen Konzepts für die Senioren zeigte. 

64 vollstationäre Pflegeplätze, 25 Tagespflegeplätze und 67 Wohnungen verteilt auf vier Geschosse

Die künftige Senioreneinrichtung „Caritas Don Bosco“ wird 64 vollstationäre Pflegeplätze, 25 Tagespflegeplätze und 67 Wohnungen verteilt auf vier Geschosse für betreutes Wohnen beinhalten, wie Vertreter des Caritasverbands bereits im Sozial- und Jugendausschuss am 9. Juli zum Ausdruck brachte. Die viergeschossigen Gebäudeteile bestehen aus zwei Gebäuderiegeln, die durch ein Zwischenbauteil verbunden werden. Der Hauptzugang zu den öffentlichen Bereichen mit Café und Mehrzweckraum befindet sich im Zwischenbauteil. Die Cafeteria mit Kiosk soll künftig nicht nur den Bewohnern, sondern auch Besuchern des angrenzenden Erikaparks zur Verfügung stehen. Zum offenen Konzept gehört auch, dass das Gelände rund um das Seniorenwohnheim nur zum Teil eingezäunt würde, so die Vertreter des Caritasverbands. 

Armband gegen Herumirren

Ein Herumirren der Senioren schließen die Verantwortlichen aber aus. Zusammenleben werden diese nämlich in Wohngruppen. Immer 16 Bewohner und ihre Zimmer sollen folglich um eine Küche und Aufenthaltsräume positioniert werden. Neben der Freude über den Fortschritt des Projekts, ist jedoch auch die Skepsis der Stadträte geweckt worden, was das offene Zusammenleben betrifft, da sie ein vermehrtes Weglaufen der Bewohner, die oftmals an Demenz erkrankt sind, befürchten würden. Diese Sorge konnte Peter Hess, bei der Caritas zuständig für die Seniorenheime im Münchner Westen, jedoch dadurch lindern, dass er erzählte, dass Senioren, die unter Demenz leiden mit einem elektronischen Armband ausgestattet würden, welches die Betreuer informiert, sobald sie das Gelände des Altenheims verlassen. 

Becker

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