1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck

»Champions Night« als krönender Abschluss des Radsportereignisses

Erstellt:

Von: Dieter Metzler

Kommentare

Höhepunkt am Abend war die Feuershow.
Höhepunkt am Abend war die Feuershow. © Metzler

Fürstenfeldbruck – Der ganze Landkreis schien auf den Beinen zu sein, als am Mittwoch die European Championships in Bruck Station machte. Aber nicht nur die Kreisstadt sondern auch die Dörfer, durch die das 24-Kilometer Zeitfahren der Frauen und der Männer führte, bereiteten den internationalen Rad-Stars einen begeisterten Empfang. Auch wenn das Zeitfahren der Männer ohne den angekündigten Tour-de-France-Sieger, den Dänen Jonas Vingegaard, stattfand, jubelten die Menschen den Radsportlern an der Strecke zu. 

Die Frauen machten um 14 Uhr mit dem altehrwürdigen Kloster im Hintergrund den Anfang. Mit dabei die Bahn-Olympiasiegerin Lisa Brennauer aus Kempten, die erst am vergangenen Wochenende ihre zu Ende gehende Karriere mit einer Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung und einer Silbermedaille in der Einer-Verfolgung bei den European Championships in München krönte.

Viele Radfans aus dem In- und Ausland waren zu Gast in Bruck und drückten ihren Fahrerinnen die Daumen, so auch Martine und Hermann de Wit aus Rotterdam im typischen niederländischen orangefarbenen Outfit. Aber auch ein älteres Ehepaar aus Heilbronn machte mit ihrem Wohnmobil in Bruck Station, um die Championships zu verfolgen. „Uns interessierte das Turnen, da waren wir live dabei“, erzählten sie. „Neben uns stand ein holländisches Wohnmobil, die sind ganz verrückt nach dem Radrennen. Da sind wir halt auch hin.“ Angetan waren sie aber auch von dem besonderen Ambiente des Klosterareals. „Der Klosterkirche haben wir am Vormittag schon einen Besuch abgestattet.“

Lisa Brennauer landet auf Platz Zwölf

Lisa Brennauer hatte mit dem Ausgang des Zeitfahrens nichts zu tun. Am Ende landete sie mit knapp zwei Minuten Rückstand hinter der Europameisterin Marlen Reusser auf Platz zwölf. Zweite wurde die Holländerin Ellen van Dijk vor ihrer Landsmännin Riejanne Markus.

Um 17.30 Uhr starteten die Männer in die 24 Kilometer-Runde durch den Brucker Landkreis. Und noch einmal zeigte sich der Landkreis von seiner besten Seite. Wieder jubelten die Menschen den Radfahrern zu. In Schöngeising empfing gar eine Abordnung der Blaskapelle die Radsportler. Immer wenn einer auftauchte, stimmten sie das Lied „Ja, mir san mim Radl da!“ an.

Letztlich war Bruck für die deutschen Fahrer aber kein gutes Pflaster, dem Maximilian Walscheid besonders nah kam. Er stürzte und landete schließlich auf dem 25. Platz. Miguel Heidemann belegte beim Schweizer Doppelsieg von Stefan Bisegger und Stefan Küng den 16. Platz.

Viehmarktplatz füllt sich gegen Abend

Derweil hoffte der Brucker Stadt-Veranstaltungschef Daniel Brando, dass sich der zentrale Viehmarktplatz in der Stadt mit Besuchern füllen würde. Bei den ersten Vorführungen zum Beispiel von Chaos Circus Comedy hatten sich nur wenige Menschen auf dem Platz eingefunden. „Es war uns klar, dass sich erst nach dem Radrennen der Männer der Platz füllen wird“, blieb Brando ruhig.

Er sollte Recht behalten. Je später der Abend, desto mehr füllte sich der Viehmarktplatz und avancierte zu einer Art Partymeile. Den krönenden Abschluss der Champions Night bildete dann gegen halb zehn eine Feuershow der Extraklasse, der manchem der Besucher ein Staunen entlockte.

Summa summarum bleibt festzuhalten: die Kreisstadt und der Landkreis zeigte sich würdig, um so ein Radsportereignis der Extraklasse stemmen zu können.

Dieter Metzler

Auch interessant

Kommentare