Kultusminister Spaenle zum Tod von Uri Chanoch: „Unverdiente Gunst, ihn als Weggefährten und Ratgeber an meiner Seite zu wissen“

Abschied von Uri Chanoch

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Trauer um Uri Chanoch. 

Fürstenfeldbruck/München –  Mit großer Trauer hat Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den Tod von Uri Chanoch zur Kenntnis genommen. „Es war für mich eine unverdiente Gunst und persönlich ein großes Glück, Uri Chanoch als Weggefährten und Ratgeber in der Erinnerungsarbeit an meiner Seite zu wissen“, so Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Als Zeitzeuge schilderte Uri Chanoch Schülern dieses grausame Kapitel deutscher Geschichte im NS-Regime. Gemeinsam mit  den Überlebenden Abba Naor und Karl Rom kam Uri Chanoch auch in Fürstenfeldbruck zu den Gedenken an die jüdischen Opfer, die im Gedächtnis der kommenden Generationen bleiben sollen. 

Minister Spaenle ist Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten. Der 87-jährige Uri Chanoch gehörte bis zu seinem Tod dem Stiftungsrat der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten an. Er hatte 2003 auch zu deren Gründung wesentlich beigetragen. Uri Chanoch,  1928 geboren in Litauen, hatte während des Unrechtsregimes des Dritten Reichs unbeschreibliches Leid erfahren. Er selbst war im Dritten Reich im KZ-Außenlager Landsberg/Kaufering interniert. Seine Eltern und seine Schwester wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Nach Kriegsende wanderte er nach Israel aus, war dort als Unternehmer tätig. Mit der Stiftung Bayerische Gedenkstätten sowie der Bayerischen Staatsregierung stand er über sein Engagement bei der gemeinsamen Erinnerungsarbeit in engem Kontakt. Mit großem Nachdruck trat er dafür ein, dass das ehemalige Außenlager Landsberg/Kaufering als Erinnerungsort erhalten bleibt. 

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