In China auf Konzertreise – Musikverein Eichenau mit 50 Musikern zurück

Die rund 50 Musikerinnen und Musiker des großen sinfonischen Blasorchesters des Musikvereins Eichenau sind mittlerweile von ihrer aufregenden Reise aus dem Süden Chinas zurückgekehrt. Was bleibt sind viele Eindrücke einer fremden Kultur, Erinnerungen an beeindruckende Landschaften und herzliche Menschen. In der Provinz Yunnan wurden die Reisenden des Musikvereins Eichenau als Staatsgäste im Rahmen eines gut zweiwöchigen Kulturaustausches empfangen. Fast jeden Tag gab das Orchester unter der Leitung von Helmut Buchbauer ein oder mehrere Konzerte vor etwa tausend Zuhörern und besichtigte die Sehenswürdigkeiten der Region.

Die Konzerte, bei denen auch die chinesische Presse, teilweise sogar das Fernsehen, zahlreich vertreten war, fanden entweder abends oder im Rahmen eines musikalischen Austauschs, der mit einer kleinen chinesischen Gegendarbietung verbunden war, statt. Spätestens nach den Darbietungen aus der bayerischen Blasmusik, welche neben den klassischen, modernen und chinesischen Stücken immer fester Bestandteil eines Auftritts waren, tobte das begeisterte Publikum, das sich hauptsächlich aus jungen Menschen zusammensetzte. Nach bis zu sechs Zugaben stürzten die völlig enthemmten Zuhörer auf die Bühne und verlangten von den in Tracht gekleideten Musikern Fotos und sogar Autogramme. Kurzum: die Orchestermitglieder wurden wie Popstars gefeiert. Zum Abendessen wurde der Musikverein meistens von der jeweiligen Universität oder Schule, an der zuvor die Veranstaltung stattfand, eingeladen. Hier war Platz für gemeinsame Feiern und interessante Gespräche. Das Projekt wurde bereits vor über einem Jahr durch den Hornisten des MVE, Herrn Rong Wei, in die Wege geleitet, welcher die nötigen Verbindungen in seine Heimat geknüpft hatte. So kam es, dass der Musikverein Eichenau von Frau Guo aus dem Ministerium für Sport, Gesundheit und Kultur in Yunnan, eingeladen worden war. Ein Großteil der Kosten des Aufenthalts, sowie die Freizeitgestaltung wurden von der Regierung der Provinz übernommen. Die Mitglieder kamen nur in den besten Hotels unter und Essen gab es vorwiegend in Spezialitätenrestaurants. Von der Polizei begleitet, wurden die Musikerinnen und Musiker mit Bussen zu den verschiedenen Attraktionen gefahren. Sie besuchten unter anderem das Dorf der Nationalitäten, mehrere Fabriken, eine Kunstausstellung, ein Museum, in dem echte Dinosaurierskelette zu sehen waren, einen botanischen Garten, der extra für die bayerischen Gäste abgesperrt wurde, den Steinwald in der Nähe der Provinzhauptstadt Kunming und einen buddhistischen Glücksturm. In den malerischen, restaurierten Städten Lijiang und Dali gab es die Möglichkeit die Zeit individuell zu gestalten, sowie Souvenirs zu kaufen. Abschließend verbrachten die Reisenden drei Tage in Peking, wo sie Ausflüge in die verbotene Stadt, zur chinesischen Mauer und zum neuen Olympiastadion machten. Als besonderes Geschenk zum 50. Geburtstag des Musikvereins erhielt der Dirigent Helmut Buchbauer vom Radiosender Bayern 1 ein Aufnahmegerät, um die Highlights der Reise zu dokumentieren und diese im Mai in einer Sendung im Rahmen eines Interviews zu präsentieren.

Auch interessant

Meistgelesen

Welche Band soll es in den Kreisboten schaffen?
Welche Band soll es in den Kreisboten schaffen?
Fusionspläne werden geprüft
Fusionspläne werden geprüft
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Lindner geht in die Offensive
Lindner geht in die Offensive

Kommentare