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Christkindlmarkt in Fürstenfeldbruck abgesagt

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Von: Dieter Metzler

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Es bleibt heuer leise auf dem Viehmarktplatz: erneut kein Brucker Christkindlmarkt.
Es bleibt heuer leise auf dem Viehmarktplatz: erneut kein Brucker Christkindlmarkt. © Archivfoto: Metzler

Fürstenfeldbruck – Auch in diesem Jahr müssen die Brucker Bürger auf den Christkindlmarkt verzichten. Gründe dafür sind noch immer anhaltende Corona-Pandemie und die immer weiter steigenden Infektionszahlen in Verbindung mit der roten Corona-Ampel.

Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz (PK) erläuterten Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) und Jürgen Schröter, der im Rathaus für Veranstaltungen zuständige Mitarbeiter, die Gründe der Absage. Zugleich stellten sie mögliche Alternativ-Angebote in der Innenstadt sowie am Geschwister-Scholl-Platz in Aussicht. Das hängt aber auch von den Fieranten ab, inwieweit sie Interesse signalisieren.

Wie sich derzeit Corona entwickle, sei zurzeit alles kurzfristig und hektisch, entschuldigte Raff die Ansetzung der PK. Bis zum vergangenen Montag war man im Rathaus noch sehr zuversichtlich, den Christkindlmarkt auf dem Brucker Volksfestplatz durchführen zu können. „Doch die explosionsartig ansteigenden Zahlen ließen uns letztlich keine andere Wahl“, meinte Raff.

Christkindlmarkt sollte auf den Volksfestplatz verlegt werden

Aufgrund von Corona habe man im Vorfeld schon in Absprache mit den Fieranten neue Wege beschritten und hatte den diesjährigen Christkindlmarkt von der Enge des Viehmarktplatzes auf den Volksfestplatz verlegen wollen. Dort sollte der Weihnachtsmarkt großzügiger und mit einigen Fahrgeschäften stattfinden.

Doch die neuen Voraussetzungen würden die Stadt zu Maßnahmen zwingen, die letztlich zu enormen Kosten führen würden. Man müsste das Gelände einzäunen, mit Kontrollzugängen 2G versehen und dazu externes Security-Personal beauftragen. Doch Raff befürchtet, dass die Bevölkerung dem Christkindlmarkt dann fernbleibt und das Risiko für die Marktbeschicker zu groß werde.

„Würden Sie mit ihren Kindern auf den Markt gehen, wenn die Kinder dann auseinandergerissen werden, indem die unter Zwölfjährigen rein dürfen und die über Zwölfjährigen, die nicht geimpft sind, draußen bleiben müssen?“

Auch Kosten spielen eine Rolle

Ein ganz wichtiger Punkt bei den Überlegungen spielten aber auch die Kosten für die Stadt, räumte Raff ein. Man habe zwar eine Kostenerhöhung beschlossen, aber mit den zusätzlichen Maßnahmen, würden der Stadt der Christkindlmarkt über 100.000 Euro kosten. „Nur um den Christkindlmarkt zu machen, ohne zu wissen, was letztendlich dabei hinten rauskommt, da ist das Risiko zu groß.“ In Anbetracht der bevorstehenden Haushaltsberatungen sei das nicht gerade wenig. „Deshalb haben wir uns am Dienstag schweren Herzens entschlossen, den Christkindlmarkt abzusagen.“

Dennoch wird die Stadt auf die Interessenten zugehen und ihnen den Vorschlag unterbreiten an verschiedenen Standorten in der Innenstadt wie beispielsweise am Alten Rathaus auf dem Viehmarktplatz oder vor dem ehemaligen Jungbräu sowie auf dem Geschwister-Scholl-Platz vereinzelt Buden aufzustellen, teilte Raff mit. Auch der Christbaum auf dem Viehmarktplatz soll errichtet werden. Derzeit eruiert Schröter, ob unter den Fieranten überhaupt Interesse an dem Vorschlag der Stadt besteht.

Dieter Metzler

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