1.170 Anträge gestellt und bisher über 15 Millionen Euro bewilligt

Corona-Hilfen für die Wirtschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck

Eine männliche Hand legt eine Münze auf einen Stapel Münzen.
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Die IHK für München und Oberbayern zog eine Zwischenbilanz der Überbrückungshilfe II sowie der Novemberhilfe.

Landkreis Fürstenfeldbruck – Die IHK für München und Oberbayern zieht eine Zwischenbilanz der Überbrückungshilfe II sowie der Novemberhilfe: Bis Mitte März hat die IHK als bayernweite Bewilligungsstelle in beiden Förderprogrammen mehr als 15 Millionen Euro zur Auszahlung an die Antragsteller im Landkreis Fürstenfeldbruck angewiesen. Rund 1.170 Unternehmen und Soloselbstständige aus dem Landkreis haben bislang Anträge auf Überbrückungshilfe II oder Novemberhilfe gestellt. Bereits mehr als 90 Prozent dieser Anträge sind bearbeitet.

Der Bund hatte die Hilfen aufgelegt, um die von der Corona-Krise besonders betroffenen Betriebe direkt zu unterstützen.

Überbrückungshilfe II

Mit der Überbrückungshilfe II bezuschusst der Bund die laufenden Fixkosten von Unternehmen und Soloselbstständigen im Zeitraum September bis Dezember 2020. Im Landkreis Fürstenfeldbruck wurden im Rahmen der Überbrückungshilfe II bislang rund 4,3 Millionen Euro an 325 betroffene Betriebe ausgezahlt. Den Großteil der Gelder erhielt der Wirtschaftszweig „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“. Zu diesem gehören unter anderem Reisebüros, Event- und Messeveranstalter. Es folgt das Gastgewerbe. An Antragsteller aus diesem Bereich wurden bislang rund eine Million Euro an Hilfen ausgezahlt. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II endete am 31. März.

Novemberhilfe

Bei der Novemberhilfe erstattet der Staat den Betrieben, die während des Teil-Lockdowns im November schließen mussten, bis zu 75 Prozent der ausgefallenen Umsätze. Betroffen von den Einschränkungen waren vor allem Hotels, Gaststätten, Fitnessstudios, Freizeiteinrichtungen, die Reisebranche und Veranstalter. Das zeigt sich auch in den Zahlen der IHK: Insgesamt bewilligte die IHK bereits 748 Anträge auf Novemberhilfe von Unternehmen und Soloselbstständigen im Landkreis Fürstenfeldbruck mit einer Gesamtfördersumme von mehr als 10,7 Millionen Euro. Davon flossen rund 6,8 Millionen Euro in das Gastgewerbe im Landkreis, gefolgt von 2,2 Millionen Euro für Betriebe aus dem Wirtschaftszweig „Kunst, Unterhaltung und Erholung“. Zu dieser Branche gehören unter anderem Kinos, Museen, Theater, Konzertveranstalter, Freizeitparks und Fitnessstudios. Anträge auf Novemberhilfe können noch bis Ende April gestellt werden.

„Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie das öffentliche Leben und die Wirtschaft in unserem Landkreis. Die Einschränkungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens treffen besonders hart die Gastronomie, die Hotels, die Veranstalter, die Reise- und Tourismusbranche, der Einzelhandel und die Kunst- und Kulturbranche“, erklärt Michael Steinbauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck.

„Die staatlichen Hilfen können jedoch niemals alle Verluste ausgleichen.“ 

Michael Steinbauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck.

„Die staatlichen Hilfen haben in den vergangenen Monaten vielen Unternehmern geholfen, ihre Zahlungsfähigkeit abzusichern. Diese können aber niemals alle Verluste ausgleichen. Nur mit selbst erwirtschafteten Umsätzen können Betriebe langfristig überleben“, so Steinbauer. Der Ausschussvorsitzende lobt die schnelle Abwicklung der Corona-Hilfen in Bayern. „Die Arbeit der IHK kann sich bundesweit sehen lassen: In keinem anderen Bundesland sind so schnell so viele Anträge bewilligt und Auszahlungen veranlasst worden.“

In der Abwicklung aller Förderprogramme werden die IHK-Mitarbeiter von mehr als 250 externen Vollzeitkräften unterstützt – unter anderem von Beamten des Freistaats, der Messe München und von Personaldienstleistern.

Alle Infos sind unter www.ihk-muenchen.de/corona verfügbar.

red

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