Corona-Impfzentrum zieht mit BRK in alten Aldi

Team des BRK und Landratsamt Fürstenfeldbruck stellen im alten Aldi im Industriegebiet das Impfzentrum vor
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Das Team des BRK stellt die Räumlichkeiten des Impfzentrums vor.

Fürstenfeldbruck - Das Impfzentrum des Landkreises steht kurz vor seiner Eröffnung.

In den letzten Tagen haben Handwerker aus dem Landkreis fleißig daran gearbeitet, das ehemalige Aldi-Gebäude in der Industriestraße 1 zum Impfzentrum umzurüsten. Dort, wo einst Supermarkt-Kunden ihre Einkaufswagen durch die Regale schoben, werden bald die „Kandidaten“, wie die Impfempfänger genannt werden, ein ausgetüfteltes Konzept auf dem Weg zur Impfung durchlaufen.

250 Impfungen auf 500 m2

Auf rund 800 Quadratmetern sollen künftig etwa 250 Impfungen pro Tag durch das medizinische Team des BRK vorgenommen werden, weitere 50 durch mobile Teams, die zunächst die Alten- und Seniorenheime anfahren werden.

Die verschiedenen Stationen einer Impfung

Im Impfzentrum in der Buchenau bilden weiße Trennwände ein Netz aus verschieden großen Räumen und beherbergen die einzelnen Stationen, die die Kandidaten durchlaufen werden: vom Empfang und der Klärung der Kontaktdaten, über eine Anamnese und Aufklärung über mögliche Nebeneffekte, die bei jeder Impfung auftreten können, hin zur Vakzination und einer anschließenden 15 minütigen Beobachtung durch das Fachpersonal. Pro Schicht sind zwei Teams, bestehend aus jeweils einem Arzt, einem medizinischen Fachangestellten und drei Verwaltungsmitarbeitern, im Einsatz.

Impfungen im Auto möglich

„Neben diesem Verfahren soll es auch eine Art „Impf-In“, wie BRK-Kreisgeschäftsführer Rainer Bertram es nennt, geben. Die Idee ist selbsterklärend. Ähnlich wie bei Drive-In-Restaurants bleiben die Kandidaten in ihren Autos sitzen, während das Fachpersonal die Impfung auf dem Parkplatz vor dem Zentrum durchführt.

Mobile Impfteams besuchen Seniorenheime

Für die Impfung in den Alten- und Seniorenheimen und für Menschen mit 24-Stunden-Betreuung, ist das mobile Team des Impfzentrums zudem auf die Hilfe der jeweiligen Hausärzte angewiesen, immerhin wissen sie am Besten über ihre Patienten Bescheid.

Zwei Leiter für‘s Impfzentrum

Die Leitung des Zentrums teilen sich indes zwei Männer: Olaf Geisler, Mitarbeiter des BRK wurde von Bertram, zum Verwaltungsleiter ernannt, während der Landrat Thomas Karmasin Matthias Skrzypczak zum medizinischen Leiter berief. Ihnen obliegt die Konzeption des Impfzentrums, die Einteilung der Ärzte und Helfer und die zeitliche Taktung, schließlich soll es zu keinem Personenstau kommen.

Resonanz noch nicht absehbar

Noch wissen die beiden nicht, wann und welcher Impfstoff zur Verfügung gestellt wird. „Auch die genaue Menge ist noch unbekannt“, erklärt Skrzypczak und fügt hinzu, „da es keine Impfpflicht gibt, ist es unmöglich zu kalkulieren, wie viele Kandidaten zu uns kommen werden.“ Und so wird das Konzept des Impfzentrums mit Sicherheit nachjustiert. „Das muss sich erst entwickeln und Erfahrungen gesammelt werden, immerhin hat keiner von uns so etwas schon einmal mitgemacht“, erklärt der medizinische Leiter.

Einzelnen Impf-Dosen schnell zu verbrauchen

Größere Klarheit gibt es hingegen bei der Aufbewahrung des Impfstoffs. Dieser wird vor Ort bei einer Kühlschranktemperatur von etwa zwei bis acht Grad Celsius gelagert, Tiefkühlschränke wie in den Zentrallagern wird es keine geben. Daraus ergibt sich jedoch die Notwendigkeit, die einzelnen Dosen zeitnah zu verbrauchen. Um das zu gewährleisten, wird weiterhin nach qualifizierten Helfern gesucht, auch wenn laut Skrzypczak die Bereitschaft von Fachpersonal und Ärzten – teils schon im Ruhestand – ohnehin hoch ist.

Öffnungszeiten werden noch bekannt gegeben

Die genauen Öffnungszeiten des Impfzentrums werden noch bekannt gegeben, sollen sich jedoch auf täglich acht Stunden belaufen. Geimpft wird auch am Wochenende. Interessierte finden nähere Informationen und neue Bekanntmachungen unter der Internetseite www.brk-ffb.de.

Maskenpflicht wird noch länger begleiten

Eine Aufhebung der Maskenpflicht wird es jedoch zunächst nicht geben, da ist sich das Team sicher. Zwar könne man nach der Impfung selbst nicht mehr erkranken, dennoch kann der Erreger noch immer übertragen werden. „Die Masken werden uns so lange begleiten, bis keine Infektionen mehr, beziehungsweise nur noch im geringen Maß, vorkommen“, berichtet Geisler.
Maximilian Geiger

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