Corona: Bundeswehr unterstützt Landratsamt bei der Kontaktpersonenermittlung

Soldaten des Fliegerhorst Fürstenfeldbruck stehen vor dem Landratsamt Fürstenfeldbruck
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Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck der Bundeswehr unterstützt das Landratsamtes bei der Ermittlung von Kontaktpersonen. Wolfgang Kaufmann (2.v.l.), Leitender Verwaltungsdirektor im Landratsamt, begrüßte die neuen Teammitglieder. Begleitet wurde die Männer am ersten Einsatztag von Oberstleutnant Andreas Halscheidt (ganz links außen), Hauptmann Raoul Kampmann (6.v.l) und Kompaniefeldwebel Stabsfeldwebel Michael Fischer (vorne, 2.v.r.). 

Fürstenfeldbruck - Soldaten der Bundeswehr unterstützen ab sofort das Landratsamt Fürstenfeldbruck bei der Ermittlung der Kontaktpersonen von Infizierten.

Insgesamt sieben Verstärkungskräfte stellt der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck zur Verfügung, damit die enorm gestiegene Anzahl an Kontakten, die ermittelt werden müssen, bewältigt werden kann.

Damit Kontaktpersonen in Quarantäne gehen

Die Teams zur Kontaktpersonennachverfolgung sind eine zentrale Stütze in der Strategie zur Bekämpfung der Pandemie. Für jede infizierte Person, die dem Landratsamt neu gemeldet wird, ermittelt das sogenannte Contact Tracing Team (CTT) Menschen, die engen Kontakt zum Infizierten hatten und sich angesteckt haben könnten. Diese werden vom Landratsamt informiert und müssen sich in Quarantäne begeben, um weitere Infektionen zu verhindern.

Pro Infizierter zehn Kontaktpersonen

In den vergangenen Tagen ist im Landkreis die Zahl der Neuinfektionen deutlich gewachsen. Die Anzahl der Kontaktpersonen, die recherchiert werden müssen, hat sich damit vervielfacht. Pro neu gemeldetem Infizierten sind im Schnitt zehn Kontaktpersonen aufzuspüren. Diese Zahl schwankt stark. In der Spitze waren es einmal sogar 50 Betroffene.

Diese Herausforderung ist nur mit genügend Personal zu bewältigen. Das Landratsamt hat deshalb in Absprache mit dem Leiter des im Bereich zivil-militärische Zusammenarbeit zuständigen Kreisverbindungskommandos, Oberstleutnant Andreas Halscheidt, einen Amtshilfeantrag gestellt, um das CTT personell zu unterstützen. Dieser Antrag wurde von Berlin gebilligt. „Wir sind von den zivilen Kollegen am Landratsamt herzlich aufgenommen worden. Wir freuen uns, dass wir hier helfen können und nehmen die Aufgabe engagiert wahr“, sagt Halscheidt.

Insgesamt 25 Mitarbeiter zur Kontaktpersonenverfolgung

Als Verstärkungskräfte wurden dem Landratsamt sieben Soldaten des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck zugeteilt. Für die neue Aufgabe werden seit 22. Oktober insgesamt zwölf Männer ausgebildet, die sich im Dienst abwechseln. So ist gewährleistet, dass von Montag bis Sonntag durchgängig sieben Bundeswehr-Angehörige das CTT unterstützen. Bislang bestand das Team zur Kontaktpersonennachverfolgung aus 18 Mitarbeitern, die von der Regierung von Oberbayern für das CTT angestellt worden sind. Hinzu kommen sechs Beschäftigte des Landratsamts, neun von der Polizei, drei vom Finanzamt und eine Mitarbeiterin des Robert-Koch-Instituts.

Worte des Landrats

„Die Recherche möglicher infizierter Personen ist ausgesprochen aufwendig, aber unerlässlich für die Bekämpfung der Pandemie. Gerade jetzt, wo die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis so stark gewachsen ist. Deshalb bin ich der Bundeswehr und insbesondere dem Fliegerhorst für die schnelle Zusage der Unterstützung sehr dankbar“, betont Landrat Thomas Karmasin

Derzeit gelten 680 Bürger aus dem Landkreis als Kontaktpersonen der Kategorie I (Stand 22.10., 12.30 Uhr). Diese hatten engen Kontakt zu Infizierten und müssen sich deshalb in Quarantäne begeben

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