Stand im Landkreis Fürstenfeldbruck

Coronavirus: Sechs Kontaktpersonen im Landkreis befinden sich in häuslicher Quarantäne

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Aus Angst vor dem Coronavirus werden manche Bürger sogar zu sogenannten Hamsterkäufen verleitet.

Landkreis Fürstenfeldbruck -  Das Coronavirus macht auch vor dem Landkreis nicht Halt. Derzeit befinden sich sechs Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten in häuslicher Quarantäne, bei zwei Personen endet diese 14-tägige Maßnahme am 7. März, wie das Landratsamt auf Anfrage mitteilt. Nachdem nun auch Südtirol vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt wurde, reagiert das Schulamt.

Sechs Personen im Landkreis hatten bisher Kontakt mit einer infizierten Person und befinden sich deshalb derzeit in Quarantäne, wobei für zwei Personen diese am 7. März endet. 

Wer kommt in die häusliche Quarantäne?

Sobald eine Person positiv auf das Virus getestet wurde, beginnen die Behörden mit der Suche nach Kontaktpersonen, die anschließend auf das Virus getestet werden. Verläuft dieser erste Test negativ, werden die Personen dennoch unter häusliche Quarantäne gestellt. Denn erst wenn der Test zum Abschluss der 14 Tage negativ verläuft, wird die Quarantäne beendet. 

Urlaub in Südtirol: Schüler müssen zu Hause bleiben

Das Schulamt Fürstenfeldbruck hat nach Absprache mit dem Gesundheitsamt an Grund- Mittel- und weiterführende Schulen im Landkreis die Mitteilung herausgegeben, dass Schüler, die sich in den Faschingsferien in Südtirol aufgehalten haben oder aus einem anderen als Risiko eingestuften Gebiet kommen, grundsätzlich für den Zeitraum von 14 Tagen nach dem Rückreisetermin zu Hause bleiben müssen. Diese Regelung tritt ab Montag, 9. März in Kraft. Sollten die Schüler in den letzten Tagen bereits die Schule besucht haben, ändert dies nichts an der oben angegebenen 14-Tage-Regelung, weist das Schulamt daraufhin. 

Beispiel: Wenn die Rückreise am 1. März war, dauert die Inkubationszeit - Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbrechen einer Infektionskrankheit - bis zum 15. März, also 14 Tage. Sollten die Schüler bis zu diesem Zeitpunkt symptomfrei sein, dürften sie am 16. März wieder zur Schule. 

Das Gesundheitsamt rät weiterhin davon ab Schülerfahrten durchzuführen, die in Gebiete gehen, die in der Nachbarschaft eines Risikogebietes liegen.

Musikverein sagt Veranstaltungen ab

Wie der Musikverein Eichenau mitteilt, wurden das Märchenkonzert und das Instrumentenkarussell in der Starzelbachschule kurzfristig abgesagt.

Wann werden Veranstaltungen abgesagt?

Neben Schulbesuchen kann das Gesundheitsamt des Landkreises auch eine entsprechende Empfehlung herausgeben, wenn eine mögliche Gefahr der Ansteckung  mit dem Virus im Bezug auf eine Veranstaltung besteht. Generell beruft sich das Gesundheitsamt in vielen Fällen auf die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, Webseite www.RKI.de. Hier gibt es einen Leitfaden.

Wie betroffen ist Bayern?

Stand: 6. März, 14 Uhr:

Am 27. Januar 2020 wurde erstmals ein Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt. Seit Donnerstag,  27. Februar gibt es insgesamt 73 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. Das bayerische Gesundheitsministerium hat am 5. März über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert.

Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis Donnerstagabend (5. März, Stand 18 Uhr) weitere sieben Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 73 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Aus Mittelfranken wurden weitere vier Fälle aus Erlangen gemeldet. Je ein Fall wurde aus dem oberbayerischen Landkreis Starnberg, aus München und aus dem unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen gemeldet.

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. 

red

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