Mit Leserumfrage

CSU-Bürgerbefragung: 80 Prozent wollen B2-Tunnel unter der Amper. Was sagen Sie dazu?

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Sie präsentierten die Ergebnisse der Bürgerbefragung (von links): Dr. Georg Jakobs (Beisitzer), Dieter Pimiskern (stellvertr. Ortsvorsitzender), Katrin Siegler (Schriftführerin), Andreas Lohde (Ortsvorsitzender), Andreas Wörle (Schatzmeister).

Fürstenfeldbruck - 2.455 Fragebogen: Brucker CSU stellt die Ergebnisse ihrer Umfrageaktion unter Bürgern vor

Im Oktober des vergangenen Jahres startete die Brucker CSU eine große Umfrageaktion. Insgesamt 11.780 Fragebogen wurden mit der Post verteilt, an einem Info-Stand ausgegeben bzw. online abgerufen. Mit der Bürgerbefragung wollte der Ortsverband ermitteln, welche Probleme die Bürger in Bezug auf die Stadt bewegen, aber auch, inwieweit sie zufrieden sind.

Rücklauf von 21 Prozent

Nun präsentierte CSU-Ortsvorsitzender Andreas Lohde im Rahmen einer Pressekonferenz die Auswertung. Dabei zeigte sich der Fraktionsvorsitzende im Brucker Stadtrat überrascht vom Rücklauf der Befragungsaktion. „Letztlich waren von 2.479 Fragebogen 2.455 auswertbar. Das sind knapp 21 Prozent“, teilte Lohde erfreut mit. „Das ist doch repräsentativ“, meinte er im Gegensatz zu der von der Stadt 2017 initiierten Umfrageaktion zur Verkehrsentwicklung, als es nur acht Prozent Rücklauf gab. Vor allem vermisste Lohde aber auch eine Frage zu einem weiteren Amperübergang. „Dadurch verlor die Stadt-Befragung für mich an Seriosität.“

Ergebnisse beeinflussen CSU-Stadträte

Ziel der CSU-Umfrage ist es, auch im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen, den Kurs für die nächsten sechs Jahre gemeinsam festzulegen. „Wir wollen wissen, wo die Bürger besonderen Handlungsbedarf sehen“, sagte Lohde. Die Ergebnisse sollen eine konkrete Unterlage für eine konstruktive Politik der CSU- Stadträte bilden.

90 Prozent leben gerne in Bruck

Vorweg als höchst erfreulich bezeichnete CSU-Schatzmeister Andreas Wörle zunächst die Feststellung, dass über 90 Prozent der Befragten sehr gerne beziehungsweise gerne in Fürstenfeldbruck wohnen. Gleichwohl haben sich aber diese Bürger intensiv, auch teilweise in freier Beschreibung, zur Lebensqualität und zum Verkehr, zum Fliegerhorst, über Einkaufsmöglichkeiten, Mieten und Kultur und Freizeit geäußert.

80-Prozent für Amper-Unterquerung für B 2

So überrascht nicht, dass 86,7 Prozent der Meinung sind, dass die Verkehrsbelastung in der Innenstadt zu hoch ist. Daher sprachen sich 80 Prozent der Befragten dafür aus, das Ziel einer zentrumsnahen unterirdischen Verlegung der B 2 unter der Amper weiter zu verfolgen, auch wenn eine Amper-Unterquerung von der Mehrheit des Stadtrats nicht getragen wird. „Ein deutliches Signal der Bürger“, meinte Lohde, „das wir in dieser Klarheit nicht erwartet haben.“ Die CSU will deshalb die B2-Verlegung nochmals in den Verkehrsentwicklungsplan aufnehmen lassen. Auch wenn der Fokus auf der Innenstadt liegt, so finden aber auch 59 Prozent der im Brucker Westen lebenden Menschen den Verkehr zu hoch und 42,6 Prozent im Osten der Kreisstadt. Während fast 70 Prozent mit dem ÖPNV-Netz zufrieden sind, findet die Hälfte der Befragten das Radwegenetz noch ausbaufähig.

Parkplätze in der Innenstadt fehlen

75 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Anstrengungen für bezahlbaren Wohnraum deutlich intensiviert werden müssten. Eine Antwort, die nicht überrascht, meinte Lohde. Die Einkaufsmöglichkeiten in der Buchenau werden mit 80 Prozent als wesentlich besser eingestuft, als die in der Innenstadt mit 54 Prozent. Eine nicht unwesentliche Rolle spiele dabei laut Lohde die Parkplatzsituation. 86,2 Prozent stimmten dem Vorgehen bei der Konversion des Fliegerhorstes mit der Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohnraum sowie Aufforstung zu.

Überraschend: FFB-Mitte-Bürger fühlen sich am unsichersten

Die Frage, ob sich die Bürger in der Kreisstadt überall sicher fühlen, beantworteten 39 Prozent mit nein. Dabei stehen überraschenderweise nicht die Beantworter aus dem Osten der Kreisstadt mit dem Ankerzentrum an vorderster Stelle, sondern die Menschen aus FFB-Mitte, gefolgt vom Brucker Westen. Erst an dritter Stelle folgte der Osten und zum Schluss die Buchenau. „Damit hätten wir so nicht gerechnet“, meinte Lohde, vermutet aber, dass die Mechanismen, die man für das Ankerzentrum von der Regierung gefordert habe, zu greifen scheinen.

Dieter Metzler

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