Blaulichtempfang im Geiselbullach

»Einmal Blaulicht, immer Blaulicht«

+
Benjamin Miskowitsch (Vierter von links) und Staatsminister Florian Herrmann (Fünfter von links) im Gespräch mit Feuerwehrlern aus Mammendorf.

Einen Schulterschluss mit den Hilfskräften zeigte der CSU-Landtagskandidat Benjamin Miskowitsch: Er lud die Führungskräfte von Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdiensten und Bundeswehr zum ersten Blaulichtempfang im Landkreis auf das Gut Stürzer in Geiselbullach ein. Mit dabei war auch Staatsminister Florian Herrmann.

Olching - „Wenn jemand so einen Empfang machen kann, dann bin das ich“, sagte Miskowitsch im Scherz. Schließlich war der Mammendorfer selbst lange in der Vorstandschaft der Wasserwacht seiner Heimatgemeinde tätig. Noch immer ist er aktives Mitglied, ebenso wie bei der Feuerwehr. „Für mich ist der Blaulichtempfang damit eine Art Familientreffen. Und das wollte er trotz der Wahl im Oktober nicht als reine Wahlkampfveranstaltung verstanden wissen. „Ich will natürlich gewählt werden, aber das Fest hat auch einen anderen Hintergrund“, sagte er. Eine Plattform für Gespräche untereinander, aber auch mit führenden CSU-Politikern habe er bieten wollen. „Ich kann natürlich nicht alle Probleme lösen, aber ich kann zumindest vermitteln.“ 

CSU-Kandidat tritt in große Fußstapfen

So zum Beispiel auch zu Bayerns Minister für Bundesangelegenheiten. Herrmann nannte zwei Gründe, warum er der Einladung gerne gefolgt war. „Zum einen wollte ich mal sehen, wer denn dieser Benjamin Miskowitsch ist.“ Der Mammendorfer trete als Nachfolger von Reinhold Bocklet als CSU-Kandidat in große Fußstapfen. „Aber auch Bocklet hat mal klein angefangen“, sagte Herrmann. Zweiter Grund für sein Erscheinen seien natürlich die Hilfskräfte, als deren Fan sich Herrmann outete. „Einmal Blaulicht, immer Blaulicht“, sagte er. Schließlich hatte er als Vorsitzender des Ausschusses für kommunale Angelegenheiten, innere Sicherheit und Sport auch mit den Einsatzkräften zu tun, ehe er ins Kabinett Söders berufen wurde. Sein Fazit: „Wer einmal mit diesem Bereich zu tun hatte, der kommt nicht mehr davon los.“ Die Hilfskräfte seien ganz besondere Menschen, weil sie das Wohl des Nächsten in den Mittelpunkt stellen. Einig waren sich Herrmann und Miskowitsch deshalb auch, dass die Politik ihre Unterstützung leisten muss. „Wir müssen die Strukturen unserer Hilfsdienste erhalten und zukunftsfähig machen“, sagte Herrmann. 

Vernünftige Ausrüstung und Stopp sagen

Dazu gehört auch eine vernünftige Ausrüstung, wie Miskowitsch betonte. „Kommunen tun sich oft schwer, das Material für die Feuerwehren zu finanzieren“, nannte er als Beispiel. Bei der staatlichen Förderung könne man deshalb noch etwas machen. Klare Kante zeigten die Politiker gegen Bürger, die Helfer während eines Einsatzes behindern oder gar angreifen. „Das hat es in diesem Maß früher nicht gegeben“, sagte der ebenfalls anwesende Landtagsabgeordnete Alex Dorow. „Politik und Gesellschaft haben die Aufgabe, laut Stopp zu sagen.“ Das bestätigte auch Miskowitsch: „Die Politik muss Grenzen aufzeigen voll hinter den Einsatzkräften stehen.“ Und Herrmann stellte klar: „Widerstand gegen Einsatzkräfte ist nicht etwa Zivilcourage, es ist eine Straftat.“ Andreas Daschner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis FFB: 40 Neuinfektionen übers Wochenende, Inzidenz bei 70 und 4.127 Erstimpfungen
Corona im Landkreis FFB: 40 Neuinfektionen übers Wochenende, Inzidenz bei 70 und 4.127 Erstimpfungen
Zirkus mit Nachwuchs sitzt weiterhin in Maisach fest: Futter und Spenden dringend notwendig
Zirkus mit Nachwuchs sitzt weiterhin in Maisach fest: Futter und Spenden dringend notwendig
28-Jähriger aus Landkreis FFB wird in S-Bahn von 22-Jähriger ohne Maske attackiert
28-Jähriger aus Landkreis FFB wird in S-Bahn von 22-Jähriger ohne Maske attackiert
Sterbeforscher Jakoby: Wir leben nach dem Tod
Sterbeforscher Jakoby: Wir leben nach dem Tod

Kommentare