CSU Kreisvertreterversammlung

Verabschiedung von Bocklet: Kreis-CSU huldigt ihrem "Staatsmann"

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Gleich zweimal stand die gesamte Kreis-CSU bei der Kreisvertreterversammlung für Reinhold Bocklet (Mitte) auf – die Versammlung zur Delegiertenwahl wurde gleichzeitig die Verabschiedung des langjährigen Landtagsvizepräsidenten.

Gleich zweimal erhielt ein bewegter Reinhold Bocklet bei der Kreisvertreterversammlung von den gut 200 Mitgliedern der CSU-Ortsverbände am 26. Oktober im Mammendorfer Bürgerhaus „Standing Ovations“.

Mammendorf – Die Kreis-CSU verband das Notwendige, die Wahl von fünf Delegierten und fünf Ersatzdelegierten für die Delegiertenversammlung zur Europawahl im nächsten Jahr, mit einer Herzensangelegenheit, wie der CSU-Kreisvorsitzende und Landrat Thomas Karmasin, in der Einladung schrieb: Die Verabschiedung des langjährigen Stimmkreisabgeordneten FFB-Ost und ersten Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet.

45 Jahre für die CSU

Karmasin würdigte die Lebensleistung von Bocklet, der nach eigener Aussage 39 Jahre und mit der Zeit in der Jungen Union gar 45 Jahre an herausgehobener Stelle für die CSU arbeiten durfte. Eine Bilderschau, unterlegt mit dem Lied „My way“ von Frank Sinatra, rief den Parteimitgliedern Bocklets politischen Werdegang in Erinnerung.

Seit 1994 im Landtag

Er habe nicht nur die Nachkriegsgeschichte Europas selber erlebt, sondern sie auch ein wenig mitgeschrieben, sagte Karmasin in seiner Laudatio und bezeichnete Bocklet als einen „Staatsmann“, zählte dabei seine Stationen vom stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Jungen Union über seine EU-Verwendung in Brüssel bis hin zu seiner Berufung ins bayerische Kabinett, zunächst als Landwirtschaftsminister und dann als Europaminister auf. Seit der Landtagswahl 1994 war Bocklet Mitglied im Bayerischen Landtag, wo er im Oktober 2008 zum 1. Vizepräsidenten des Landtages gewählt wurde.

"Bewundernswerte Haltung"

In diese Zeiten fielen etliche Entscheidungen, die Bocklet auch für den Landkreis errang. Als Beispiele nannte Karmasin die Gründung des Brucker Schlachthofs, das Grüne Zentrum in Puch, die Mitwirkung des Landkreises an der Zukunft des Fliegerhorstes oder seinen unermüdlichen Einsatz um Verbesserungen bei der S-Bahn. Als krönenden Abschluss in seiner politischen Karriere bezeichnete der Brucker Landrat Bocklets Ernennung zum ersten Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags. Doch noch bewundernswerter als die Erfolge waren in Karmasins Augen, die Haltung Bocklets, als er nicht mehr ins Kabinett berufen wurde. Es gab kein Nachtreten, keine öffentliche Kritik, sondern im Gegenteil, kein Nachlassen in seinem Engagement. „Du warst in unserem Landkreis, in deinem Stimmkreis intensiver da, als je zuvor“, sagte der Landrat.

Bocklets persönlichen Erfolge

Es falle ihm ein bisschen schwer, diesen Abend zu erleben, begann Reinhold Bocklet seine Abschiedsrede. Er sei dankbar, dass er dieser Partei so lange dienen durfte. Das habe er seiner Partei zu verdanken, die ihn immer wieder nominiert hat und den Wählern, die ihn auch stets gewählt haben. Am Ende könne er wohl eine positive Bilanz ziehen. Besonders stolz in Bezug auf den Landkreis mache ihn, so Bocklet, dass es ihm gelungen sei, einen Zivilflugplatz in Fursty zu verhindern. Zu seinen Erfolgen rechnet er auch die Erhebung von Germering und Bruck zu Großen Kreisstädten, Olching und Puchheim zu Städten, sowie die Verlegung der Germeringer Stromtrassen und den Bau der Psychiatrischen Klinik in Bruck. Mit den Worten, „ich habe das Mandat von Euch erhalten und ich gebe es jetzt an Euch zurück“, beendete Bocklet seine Rede.

Dank für Unterstützung

Zuvor hatte sein Stimmkreisnachfolger Benjamin Miskowitsch den Mitgliedern und Bocklet für die Unterstützung während des Wahlkampfes gedankt. „Der Wahlkampf war spannend, jetzt freu ich mich auf die neue Herausforderung im Landtag.“ Die wiedergewählte Bezirksrätin Gaby Off-Nesselhauf schloss sich dem Dank an. Sie freue sich riesig auf die nächsten fünf Jahre im Bezirkstag. Die Junge Union und die Frauen Union lockerten die Verabschiedung des verdienten CSU-Politikers mit einem lustigen Gestanzl und einer humorigen, in einem viersprachigen Kauderwelsch vorgetragenen Rede auf.

Die gewählten Delegierten

Die 141 wahlberechtigten Mitglieder haben Bocklet, Karmasin, Miskowitsch, Off-Nesselhauf, K. Staffler zu den fünf Delegierten und Dietrich, Drechsler, Lohde, Rubenbauer und E. Staffler zu den fünf Ersatzmitgliedern gewählt.

Dieter Metzler

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