Klar Stellung bezogen

CSU verfasst Positionspapier zum Kreuzlinger Feld

Der Bauträger Vilgertshofer hat einen Info-Container auf dem Kreuzlinger Feld aufgestellt.
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Der Bauträger Vilgertshofer hat einen Info-Container auf dem Kreuzlinger Feld aufgestellt.
  • Claudia Becker
    VonClaudia Becker
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Germering – „Germering wächst moderat – und wird Germering bleiben.“ Mit diesen Worten startet das Positionspapier, welches die CSU-Fraktion zur Bebauung am Kreuzlinger Feld ausgearbeitet hat, um klar Stellung zu dem Projekt zu nehmen, das die Germeringer seit Jahren umtreibt. 

Deshalb habe die Partei die wichtigsten Aspekte während der letzten Monate zusammengeschrieben, um, wie sie sagen, einer verzerrten Darstellung, die kursiere, entgegenzuwirken. Für die CSU stehe der immer weiter steigende Bedarf an Wohnraum besonders im Vordergrund, das Projekt weiter voran zu treiben. In ihren Augen sei von vornherein sehr transparent mit einer möglichen Bebauung umgegangen. So haben sie auch von Anfang an das Gespräch mit der Bürgerinitiative „Lebenswertes Germering“ gesucht, die sich gegen die Bebauung ausspricht, wie sie aktuell geplant wird. „Von Anfang an wurden die Bürger beteiligt. Beteiligt heißt aber nicht, dass 100 Prozent meiner Meinung auch umgesetzt wird“, erklärt Fraktionsvorsitzender Oliver Simon. Kommunalpolitik bedeute auch, Kompromisse einzugehen. Die Fraktion habe viel mit den Bürgern diskutiert und habe Anregungen mitgenommen. „Die Gestaltungshoheit liegt bei der Stadt, wir werden nicht vor den Karren des Investors gespannt“, sagt Simon.

„Ein tolles und modernes Projekt“

Auch die sozialen Aspekte nimmt die CSU ernst. „So findet sich in der Städtebaulichen Grundvereinbarung vom Januar 2019 die vertragliche Verpflichtung zur Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN): Der Projektentwickler ist verpflichtet, einen Anteil von 30 Prozent der Geschossflächen als geförderten Wohnraum zu errichten und über einen Zeitraum von 30 Jahren mit einem spürbar reduzierten Mietpreis anzubieten“, erklärt die CSU in ihrem Positionspapier. Dadurch soll eine Durchmischung stattfinden, auch Mehrgenerationenwohnungen sollen folglich umgesetzt werden, wirft Manuela Kreuzmair, Zweite Bürgermeisterin, ein. Es müsse aber auch an die zukünftigen Generationen gedacht werden. Eine weitere Grundschule sei für Germering unabdingbar, auch ohne eine Bebauung des Kreuzlinger Feldes. Es sei „eine einmalige Chance“, sagt Simon. Spätestens in den 2030er Jahren würden die Bestandsschulen aus allen Nähten platzen. Erweiterungen seien zwar möglich, diese wolle man aber nicht jetzt schon voll ausreizen. Das Thema Verkehr hat sich die CSU zudem auf den Plan geschrieben. So habe man nicht ohne Grund ein zweites Verkehrsgutachten auf den Weg gebracht. „Uns ist wichtig, dass auch der umliegende Verkehr funktioniert – auch während der Bauphase“, erläutert Kreuzmair. Man habe indes an die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel gedacht. Eine Bushaltestelle solle installiert werden und Mobilitätsstationen beispielsweise für das Car-Sharing. Ökologische Aspekte dürfen nicht vernachlässigt werden, eine Dach- und Fassadenbegrünung, tiefwurzelnde Bäume oder auch Photovoltaikanlagen. All das sehe die CSU in den Bebauungsplänen des Allinger Investors gut verwirklicht und sie sehen das Kreuzlinger Feld als „ein tolles und modernes Projekt“, erklärt Simon. Weitere Details zum Positionspapier der CSU.

Becker

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