FDP Dachau/FFB nominiert Fachanwalt für Strafrecht als Kandidaten für die Bundestagswahl 2013

Andreas Schwarzer, Fachanwalt für Strafrecht aus Zankenhausen wurde von der FDP DAH/FFB zum Bundestagskandidaten nominiert. Foto: Dieter Metzler

Mit 16 Stimmen und zwei Enthaltungen wählten die 18 stimmberechtigten FDP-Mitglieder aus dem Stimmkreis Dachau/Fürstenfeldbruck am 18. Juli den Rechtsanwalt Andreas Schwarzer zu ihrem Direktkandidaten für die im September 2013 stattfindenden Bundestagswahlen. Der in München als „Fachanwalt für Strafrecht“ eine Kanzlei führende dreifache Familienvater war der einzige Bewerber bei der Aufstellungsversammlung im Restaurant „Zum Haderecker“ in Olching. Bevor der 51-Jährige in Zankenhausen bei Türkenfeld wohnende Kandidat sich und seine Politik vorstellte, erinnerte der Kreisvorsitzende Klaus Rehbock nochmals an die Wahlerfolge der FDP bei den letzten Bundestagswahlen. „Bundesweit haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, so Rehbock, „bayernweit war es noch besser, und in Fürstenfeldbruck haben wir es gar geschafft, Grüne und SPD hinter uns zu lassen. Ich bin überzeugt, dass wir im nächsten Jahr wieder gut abschneiden, ja, ich bin Optimist, sogar noch besser als das letzte Mal“.

Der 1961 in München als jüngstes von sieben Kindern geborene Schwarzer begann seine politische Karriere bei der SPD. Das sei kein Nachteil, meinte er, sondern, wie er später feststellen musste, ein Fehler gewesen. Nach 18 Jahren verließ er im Jahre 2009 enttäuscht die Sozialdemokraten. In dieser Zeit war er sechs Jahre lang Vorsitzender des Bezirksausschusses Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, zuletzt Vorsitzender der Türkenfelder SPD. Ausschlaggebend für seinen Austritt sei die Bevormundung beim Nichtraucherschutz gewesen, so Schwarzer, der zu diesem Zeitpunkt allerdings längst festgestellt hatte, dass es bei der SPD nicht um Inhalte gehe, sondern darum, wer wem am meisten nützt. Letztlich habe ihn ein in Frankfurt gesichtetes FDP-Wahlplakat „Verbote verbieten“ 2009 zum Wechsel in die FDP bewogen. Die FDP sei die einzig richtige Partei in Deutschland, so Schwarzer. Umfragen müsse man nicht ernst nehmen, sondern die Wahlergebnisse. Die FDP sei auch keine Partei der Umfaller, sondern sie stelle sich nur schlecht dar. Neben der Verteidigung der Bürgerrechte und Freiheitsrechte liege ihm die Bildungspolitik am Herzen. Bildung sei für die Wettbewerbsfähigkeit wichtig, sie ist die Zukunftsinvestition schlechthin und schaffe mündige Bürger, so Schwarzer. In der Wirtschaftspolitik und der Atompolitik habe sich die FDP ungeschickt verhalten, meinte Schwarzer. So müssen mehr die kleineren und mittleren Betriebe gefördert werden, und die Wähler wählen keine Partei, die sich nicht der Umwelt annimmt. Auch würde er sich wünschen, dass der Bundesvorsitzende und Wirtschaftsminister Philipp Rösler die Befürchtungen der Bevölkerung in der Euro-Krise aufgreift und nicht auf „Tauchstation“ geht, sondern der Bundeskanzlerin Merkel Paroli biete, die das Land in die „Transferunion“ abgleiten lasse. Im Falle eines Einzugs in den Bundestag würde Schwarzer seine berufliche Karriere als Strafverteidiger hintenanstellen und sich ganz der Politik widmen, versprach er den Mitgliedern. Bei der Nominierungsveranstaltung wurde zugleich öffentlich, dass Schwarzer erst zwei Tage vor der Veranstaltung auch zum Vorsitzenden der Brucker Liberalen gewählt wurde. Das wurde möglich, nachdem der Ortsverband mit dem des westlichen Landkreises zusammengelegt wurde. Doch weder über die eine noch über die andere Änderung wird der Internetbesucher auf der Homepage des Brucker Ortsverbandes informiert. Klickt man auf den Link „Aktuell“, erfährt man, dass es „derzeit keine News“ bei der FDP in Bruck gibt. Die letzte aktuelle Meldung stammt aus dem Jahre 2010 und beschäftigt sich mit einem Hinweis zum Auftritt von Außenminister und damals noch Vizekanzler Guido Westerwelle beim Politischen Aschermittwoch in Straubing.

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