Zuschuss beim Radlkauf

Das städtische Förderprogramm zur Fahrrad- und E-Mobilität wird auch 2021 fortgeführt

Schwarzes Lastenrad mit orange-schwarzem Aufbau.
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Die Stadt Fürstenfeldbruck bezuschusst weiterhin den Kauf vieler Räder, wie etwa dem eines Lastenpedelecs oder -fahrrads.

Fürstenfeldbruck – Die Stadt wird auch in diesem Jahr wieder Zuschüsse beim Kauf bestimmter Fahrräder und Pedelecs gewähren. Mit dem Förderprogramm sollen Anreize geschaffen werden, auf Fahrten mit PKW oder Kleintransportern auf kürzeren Strecken zu verzichten und stattdessen auf das Zweirad umzusteigen. Die Neuauflage des Programms in 2021 bringt aber auch einige Änderungen mit sich.

Einstimmig sprach sich der Umwelt- und Verkehrsausschuss für eine Fortsetzung des 2019 ins Leben gerufenen Förderprogramms zur Fahrrad und Elektromobilität aus – und zwar unbefristet. Bisher musste das Gremium jedes Jahr aufs Neue darüber entscheiden. Aktualisierungs- oder Änderungswünsche, die im Laufe der Zeit auftreten können, sollen gebündelt auf Ausschussebene behandelt und umgesetzt werden. Zudem wurden die Fördersätze für Gespanne von bisher 750 auf 1.000 Euro angehoben. Im laufenden Kalenderjahr steht eine Fördersumme von insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Erklärtes Ziel der Fördermaßnahme ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Die geförderten Fahrzeuge ermöglichen eine schadstoffarme, lärmreduzierte und flächensparende Mobilität im Stadtgebiet.

2020: 83 in Fürstenfeldbruck eingegangene Anträge

Laut Claudia Gessner, Fahrradbeauftragte der Großen Kreisstadt, wurden von 83 im letzten Jahr eingegangenen Anträgen bislang 29 abgelehnt und 45 positiv beschieden. Das Regelwerk ist vielschichtig. Grundsätzlich wird zwischen Gewerbetreibenden und Privathaushalten unterschieden, wobei Wohnsitz beziehungsweise Sitz des Unternehmens jeweils in Fürstenfeldbruck sein müssen. Bemessungsgrundlage für Privatpersonen ist der Brutto-, für das Gewerbe der Nettokaufpreis. Als Nachweis der Antragsberechtigung wird von Privatpersonen eine Kopie ihres Personalausweises verlangt. Unternehmen und Gewerbetreibende müssen darüberhinaus einen Gewerbeschein oder Handelsregisterauszug vorweisen, gemeinnützige Organisationen einen Steuerbescheid und Freiberufler die Befreiung von der Gewerbesteuer. Antragsformulare sind im Rathaus erhältlich.

Peter Fischer

Gefördert werden

• gewerbliche Pedelecs: 25 Prozent der Kosten, maximal 500 Euro

• Lastenpedelecs und eine Kombination/ein Gespann aus Pedelec und Anhänger (Lasten- oder Kinderanhänger), 25 Prozent der Kosten, maximal 1.000 Euro

• Lastenfahrräder und eine Kombination/ein Gespann aus Fahrrad und Anhänger (Lasten- oder Kinderanhänger), 25 Prozent der Kosten, maximal 1.000 Euro

• Fahrradanhänger (Lasten- oder Kinderanhänger), 25 Prozent der Kosten, maximal 250 Euro

• (E)-Dreiräder für Erwachsene (mit und ohne Motorunterstützung), 25 Prozent der Kosten, maximal 1.000 Euro

• Elektro-Kleinkrafträder und S-Pedelecs (S-Pedelec nur mit Nachweis eines Arbeitsplatzes mindestens zehn Kilometer vom Wohnort entfernt) 25 Prozent der Kosten, maximal 750 Euro

• Klimaprämie für geförderte E-Kleinkrafträder, wenn diese am Betriebsstandort oder dem Hauptwohnsitz mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien aufgeladen werden: 200 Euro einmaliger Zuschuss

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