Jahresrückblick des Evangelischen Dekanats FFB

Evangelische Kirche setzt auf Papua Neuguinea und Facebook 

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Gast-Pfarrer Walon Kumer (hier mit Familie in Grafrath) wird eine Delegation des Evangelischen Dekanats in seine Heimat begleiten.

Fürstenfeldbruck - Das Evangelische Dekanat Fürstenfeldbruck hat einen leichten Mitgliederzuwachs zu verzeichnen und  beschreitet  - wie der Papst  – neue Wege via Facebook. Deshalb wird auch das  Jugendwerk eine Delegation mit dem Gast-Pfarrer Walon Kumer  aus Papua-Neuguinea  in seine Heimat begleiten und den Kontakt via Internet zur  Jugend  ausbauen. 

 

Es  ist die Reise einer Delegation des Dekanatsbezirks unter Leitung von Dekan Reimers und des Dekanatsmissionspfarrers Christian Dittmar (Grafrath) zur Partnerkirche in Papua-Neuguinea geplant. Diese dreiwöchige Begegnung soll nicht nur dem besseren Kennenlernen dienen, sondern auch neue Wege der Partnerschaft eröffnen. Deshalb werden auch Vertreter des Jugendwerks an der Reise teilnehmen, um den Austausch unter den Jugendlichen, gerade mit Hilfe der neuen Medien wie facebook und Internet, auf neue Beine zu stellen. Begleitet wird diese Reise auch durch Pfarrer Walon Kumer, der zur Zeit für vier Jahre als Gastpfarrer aus Papua-Neuguinea in der Kirchengemeinde Grafrath arbeitet.   

Bei der letzten Tagung der Dekanatssynode, also des „Kirchenparlaments“ im Evangelisch lutherischen Dekanat, haben Dekan Stefan Reimers und die Vertreter aus allen Kirchengemeinden und Einrichtungen auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurück geblickt. Der Dekanatsbezirk hat im Jahr 2012 zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder an Mitgliedern gewonnen: Insgesamt 41880 Gemeindeglieder gehören nun zu den 12 Kirchengemeinden, von der größten Gemeinde, der Johanneskirche Olching mit gut 6000 Gemeindegliedern, bis zur kleinsten Gemeinde, der Apostelkirche in Stockdorf, mit 860 Gemeindegliedern. 


Auch wenn der Zuwachs an Gemeindegliedern mit 0,2 % sehr gering ist, ist dies doch nach vielen Jahren der Abnahme der Mitgliederzahlen eine sehr positive Entwicklung. Positiv haben sich auch die Kirchenvorstandswahlen im Jahr 2012 ausgewirkt: Fast 40% mehr Wählerinnen und Wähler haben die Leitungsgremien der Kirchengemeinden gewählt als bei der letzten Wahl im Jahr 2006. Ein besonderer Erfolg ist dabei, dass vor allem die Jugendlichen unter 16 Jahren in den Kirchengemeinden sich stark engagiert haben: Sie stellen nach den über 65-Jährigen prozentual die Gruppe mit der zweithöchsten Wahlbeteiligung. So sind auch viele Vertreterinnen der jungen Generation in die Kirchenvorstände gewählt worden und werden in den kommenden Jahren die Geschicke der Kirchengemeinden mitbestimmen. 


All diese Entwicklungen zeigen für Dekan Reimers, dass der Dekanatsbezirk sich insgesamt auf einem sehr guten, schwungvollen Weg befindet. Hinzu kommt, dass nahezu alle Pfarrstellen besetzt sind und dadurch in den Gemeinden mit großer Kraft gearbeitet werden kann – dies  sei eine notwendige Voraussetzung, um Menschen intensiv ansprechen zu können. Thematisch war das Jahr 2012 geprägt von Überlegungen zur Mitgliederbindung: Wie gelingt es der Kirche, Menschen anzusprechen, die sie bisher nicht erreicht, oder die sie gar nicht richtig im Blick hat? Diese Fragen haben die Gemeinden und Gremien im Dekanat intensiv beschäftigt, und sie werden auch in Zukunft einen Kern der Arbeit auf Dekanatsebene bilden.


 Neue inhaltliche Wege auszuprobieren und gleichzeitig vor allem intensiv in Situationen für Menschen dazu sein, wenn sie wirklich Unterstützung benötigen werden Kernpunkte sein, mit denen sich der Dekanatsbezirk beschäftigen wird. Der Dekanatsbezirk wird deshalb Kirchengemeinden auch dann finanziell unterstützen können, wenn sie neue, innovative Projekte ausprobieren und nach neuen Wegen suchen, Christsein lebendig zu gestalten: Das Leben der Kirche ist Bewegung und ist gekennzeichnet einerseits durch einen festen Boden christlichen Glaubens und andererseits die Freiheit, zum Wohle der Menschen immer wieder neue Wege auszuprobieren, sagt Reimers. 


Gleichzeitig betont Dekan Reimers, dass es ihm sehr wichtig ist, als Christen auch weiterhin Glaube und Überzeugung in die Gesellschaft hinein zu sprechen und nicht nur hinter kirchlichen Mauern zu halten. Die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zum Terroranschlag 1972 auf dem Fliegerhorst oder auch die Eröffnungsveranstaltung zur Aktion Fastenopfer, die der Dekanatsbezirk mit der Landeskirche im Februar durchgeführt hat, sind zwei Beispiele für die Einbindung der Kirchen in das öffentliche Leben. Im kommenden Jahr 2013 wird die Arbeit geprägt sein durch neue Gremien, die nach der Kirchenvorstandswahl jetzt gebildet werden. Diese Gremien werden eigene, sicherlich auch neue Akzente setzen. 


Einer der Höhepunkte des kommenden Jahres wird die festliche Einführung der neuen Dekanatssynode am 21. April sein. Den Festgottesdienst dazu wird Landesbischof Dr. Bedford- Strohm gemeinsam mit Dekan Reimers gestalten.   

 

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