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Der diesjährige Olchinger Krippenweg

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Von: Julia Huß

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Enrico Santoros Krippenstation begeistert Groß und Klein.
Enrico Santoros Krippenstation begeistert Groß und Klein. © Julia Huß

Olching – Pünktlich zum ersten Advent wurde der Krippenweg in Olching eröffnet. Ab sofort können die wertvollen Stücke in vielen Schaufenstern und an verschiedenen Stationen bewundert werden. 

Es blinkt, leuchtet, glitzert und glänzt, denn die Lichterketten schmücken bereits Geschäfte und Häuser, die Holzbuden am Nöscherplatz stehen bereit und auch der Christbaum hat schon seinen Platz in der Ortsmitte gefunden. Der Schnee fehlt vielleicht noch, aber Olching ist trotzdem bereit für die Adventszeit und die weihnachtliche Stimmung ist in der ganzen Stadt zu sehen, aber vor allem auch zu spüren. Passend dazu wurde am vergangenen Sonntag der traditionelle Krippenweg, der vom Stadtmarketing organisiert wird, feierlich bei der Krippe Nummer 31 in Enrico Santoros Laden für Einlagen und Schuhtechnik eröffnet.

Viele Krippen sind aus Eigenbesitz

Seit 2012 schmücken große, kleine, moderne oder traditionelle Krippen die Ladenfenster der Olchinger Geschäfte und können an verschiedenen Stationen bewundert werden. Die kleinen und großen Kunstwerke zaubern den vorbeispazierenden Kindern, aber auch Erwachsenen stets ein Lächeln ins Gesicht. Die oftmals erstaunten, fast schon beeindruckten Gesichtsausdrücke bleiben nicht verborgen. „Die Krippen sind für Kinder, aber auch Erwachsene da, um alle zu erfreuen“, erklärt der Gastgeber Enrico Santoro. Keine gleicht dabei der anderen und unter den in diesem Jahr 35 ausgestellten Krippen verstecken sich neben einigen Leihgaben von Krippenbauern auch viele Stücke aus Eigenbesitz. Das gilt auch für den diesjährigen Gastgeber der Eröffnung. Enrico Santoros Geschäftsräume erstrahlen, wie seit Jahren, dank der handgemachten neapolitanischen Krippe seines Vaters in einem besonderen weihnachtlichen Glanz. Das Märchen des jungen Hirten Benitos inspirierte Antonio Santoro zur Gestaltung der Krippe.

Eine Krippe mit Geschichte

Nach einem langen Tag in den Bergen übermannt den Schäfer die Müdigkeit und Benito nickt in Gesellschaft seiner Herde im weichen Moos vor dem prasselnden Lagerfeuer ein. Der junge Mann driftet in eine Traumwelt, in der er sich ganz in der Geschichte von der Geburt Jesu verliert. Auf einer Fläche, die rund 1,5 Meter breit und einen Meter tief ist, spielt sich die wunderschöne Traumwelt ab. Die drei Ebenen wurden hauptsächlich mit Wurzeln, Steinen, Ästen, Moos oder Kork erschaffen, die liebevoll bemalten Figuren stammen aus Neapel. Und jedes Jahr kommt etwas Neues dazu, hier eine neue Figur, da noch eine weitere Höhle. Es gibt stets etwas zu entdecken. Auch die Enkel des Krippenbauers sind begeistert vom Werk ihres Opas. Bisher kehrte die Krippe an Weihnachten auch immer nach Hause zurück, doch seit Kurzem gibt es eine weitere, etwas kleinere Version. „Ich habe eine zweite, ähnliche Krippe gebaut. Um diese kann man einmal komplett herumgehen und von allen Seiten etwas entdecken. Die Enkel lieben sie“, erklärt Antonio Santoro freudig.

Sterne weisen den Weg

Doch auch alle anderen Krippen, die auf dem Weg durch Olching zu finden sind, haben ihre ganz eigene, individuelle Geschichte. Um nicht vom Weg abzukommen, sind an allen Stationen Sterne positioniert und leiten den Weg durch den Olchinger Krippenweg. „Die Eröffnung des Krippenwegs ist der Start in die Adventszeit und hat mittlerweile sogar eine gewisse Tradition“, stellt Bürgermeister Andreas Magg fest, bevor auch er in Ruhe das Kunstwerk bestaunt. Denn, und das gilt sicherlich für alle Krippen, man muss ganz genau hinsehen und sich Zeit nehmen, um alle liebevoll gestalteten Details zu entdecken.

Julia Huß

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