Deutsch-Französischer Verein besucht Eichenauer Pfefferminzmuseum

Pfefferminzduft in der Nase

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Interessiert begutachten die Mitglieder des Deutsch-Französischen Vereins was das Eichenauer Pfefferminzmuseum alles ausgestellt hat.

Germering/Eichenau – Der Deutsch Französische Verein Germering besuchte mit einer kleineren Gruppe das Pfefferminzmuseum in Eichenau.

Das Museum wird von ehrenamtlichen Mitgliedern betrieben. Wofgang Heilmann hat die Mitglieder des Deutsch-Französischen Vereins mit einer Tasse duftenden Tees empfangen und anschließend einen spannenden Vortrag über die Entstehungsgeschichte des Pfefferminzanbaus in Eichenau gehalten: Es begann im Jahr 1918, als Ministerialrat und Landwirt Adolf Pfaffinger aus dem Versuchsgarten Weihenstephan einen Rucksack voller Wurzeln der englischen Mitcham-Minze holte. Diese Minzenart gedieh so gut auf dem Moorboden, dass bereits 1921 von 1.500 Quadratmetern geerntet werden konnte. In den folgenden Jahren haben sich immer mehr Landwirte mit dem Minzen Anbau beschäftigt, auch da die Eichenauer Minze in Deutschland den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen hat. Sie fand reißenden Absatz im Drogen- und Gewürzmarkt. In der Hochzeit des Anbaus bis etwa 1955 wurde auf mehr als 400.000 Quadratmetern angebaut und Jährlich rund 45 Tonnen Minze verkauft. 1956 kam ausländische Ware auf den Markt und der Anbau in Eichenau war nicht mehr konkurrenzfähig. 1980 gab der letzte Landwirt, Egon Ondrusch, auf, ist aber immer noch ehrenamtlich im Museumsverein tätig. Ein Rundgang im Museum vermittelt auf Schautafeln und mit Gerätschaften eindrucksvoll, welche mühevolle Arbeit vom Anbau bis zur Ernte der Minze erforderlich ist. Mit frisch geernteter Ware und dem angenehmen Pfefferminzgeruch in der Nase endete der Besuch. Das Museum ist jeden Sonntag ab 10 Uhr geöffnet und freut sich über Spenden.

red

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