Die Asylhelfer in Grafrath freuen sich über Erfolgsmeldung aus Afrin

Asylhelferkreis Grafrath ermöglichte Dialysestation in Syrien 

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Die Dialysestation in Afrin - im umkämpften Syrien - konnte am 25. März eröffnet werden - mit den Spenden des Asylhelferkreises Grafrath und der logistischen Hilfe von Hilfsorganisationen.

Grafrath – "Unglaublich, aber wahr, das Dialysezentrum in Afrin (Syrien) wurde gestern eröffnet", so berichtete Adel Nibu seinen Freunden und Freundinnen vom Asylhelferkreis Grafrath am 25. März in einer begeisterten E-mail.   Inzwischen hat sich die Möglichkeit zur Versorgung von Nierenkranken in der umkämpften Stadt herumgesprochen, die syrischen Ärzte und Pfleger können jeden Tag Patienten begrüßen und an die lebenswichtigen Geräte zur Blutwäsche anschließen.

 

Monika Glammert-Zwölfer vom Asylhelferkreis Grafrath: "Lange mussten die Ehrenamtlichen aus Grafrath zittern, ob ihr großes Vorhaben wirklich realisiert werden könnte. Durch eine Benefizaktion im letzten Mai waren insgesamt ca. 13.000 Euro an Spenden zusammengekommen, der größte Teil sollte in den Aufbau einer Dialysestation in Afrin investiert werden. Kontakte in die Stadt wurden geknüpft und im internationalen Medikamentenhilfswerk action medeor ein erfahrener Partner für die Logistik gefunden. Durch Vermittlung des Emmeringer Dialysearztes Dr. Rupert Habersetzer und dessen Kontakte zum Kfh, dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation, konnten drei gebrauchte Dialysegeräte und die zusätzlich nötigen Osmosegeräte für die Wasseraufbereitung kostenlos organisiert werden. Die Wartungskosten, Medikamente wie Antibiotika, die bei den Behandlungen benötigt werden, und Verbrauchsmaterialien wie Kanülen, Schläuche und Spritzen wurden wie auch die Transportkosten aus den Spenden bezahlt."

Ab Oktober standen sämtliche Gerätschaften bereit zum Versand, doch dann verzögerte sich die Verschiffung der Container: Durch die Verschlimmerung der Ebolakrise musste action medeor andere Prioritäten setzen, das kleine Projekt aus Grafrath kam erstmal in die Warteschleife. Im Dezember wurde die Ankunft der Hilfsgüter in der Türkei gemeldet. Doch die katastrophale Sicherheitslage (die islamistische Al-Nusra-Front war fast bis nach Afrin vorgerückt) machten die Einfuhr nach Syrien zunächst unmöglich. Nachdem im Januar syrischer Boden erreicht war, konnten der Projektpartner vorort, die syrische Hilfsorganisation Bihar im März endlich die Verantwortung für die medizinischen Geräte übernehmen und in Afrin aufbauen. So werden dort nun täglich Nierenkranke an die Dialysegeräte angeschlossen, die sonst völlig ohne Versorgung bleiben würden.

Die Grafrather Ehrenamtlichen sind stolz auf diesen Erfolg, den sie als kleinen Lichtblick in der sonst so aussichtslosen Lage in Syrien ansehen. Nächste Aktionen sind in Planung, um die laufenden Kosten der Dialysestation weiter fördern zu können. In Zusammenarbeit mit den syrischen Flüchtlingen werden bei Veranstaltungen in Grafrath und Fürstenfeldbruck demnächst syrische Spezialitäten wie Falafel verkauft werden.

Spenden werden gern angenommen (steuerlich abzugsfähig): Caritas Fürstenfeldbruck IBAN DE87 7005 3070 0008 041808 Verwendungszweck: AHK Grafrath

Kontakt und Informationen: Monika Glammert-Zwölfer,  Asylhelferkreis Grafrath 0178-4208177. 

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