Der etwas andere 11.11.

Die Brucker Heimatgilde stellt ihr Kinder-Prinzenpaar vor: Noah I. und Lea I.

Prinz Noa mit seiner Prinzessin Lea von der Brucker Heimatgilde stellen sich 2020 als Prinzenpaar vor
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Prinz Noa I. mit seiner Prinzessin Lea I. – die Beiden vertreten die Brucker Heimatgilde in der Faschingssaison.

Fürstenfeldbruck – Corona hat alles in der Hand – auch den sonst so ungezwungenen und lebhaften Fasching im Landkreis.

Während in den großen Deutschen Städten wie Mainz und München der Fasching schon für abgesagt erklärt ist, will man sich hier noch nicht geschlagen geben. So gehen die Faschingsvereine im Landkreis unterschiedlich mit der Unsicherheit, ob im Februar Veranstaltungen stattfinden können, um.

Faschingsfreunde sagen alles ab

So hat sich beispielsweise die Vorstandsschaft der Faschingsfreunde Fürstenfeldbruck dazu entschieden, den Fasching in der Saison 2020/2021 ausfallen zu lassen (wir berichteten). Bereits im Juli wurde der Galaball für den November abgesagt. Die Saison wurde von den Faschingsfreunden bis dahin ohne Prinzenpaar mit reduzierten Programmen geplant. „Als Verein sehen wir uns in der Verantwortung gegenüber unseren Veranstaltern, Gästen, Garden und Mitgliedern. Die Gesundheit aller liegt uns am Herzen und wir wollen kein Risiko eingehen“, so die Vorstandschaft im Oktober.

Viele Absagen - aber eine Proklamation online

Anders sieht es aber bei der Heimatgilde „Die Brucker“ aus. Zwar musste auch dieser Faschingsverein die große Proklamation am 11. November, die Programm-Präsentation am 6. Dezember und die Silvestergala absagen, dennoch halten sie an einem Funken Hoffnung fest und stellten pünktlich zum Faschingsbeginn am 11.11. ihr Kinder-Prinzenpaar vor – dieses Jahr per Videokonferenz. Ab 18.50 Uhr lief unter einer Internetseite ein Countdown ab, bis um 19 Uhr die etwas andere Proklamation startete.

Das ist das Prinzenpaar der Brucker Heimatgild

Prinz Noah I. und Prinzessin Lea I. sind das kleine Prinzenpaar der Brucker Heimatgilde. Prinzessin Lea Bissinger ist zwölf Jahre alt, gebürtige Fürstenfeldbruckerin und geht auf die Realschule in Fürstenfeldbruck. Ihre Hobbys sind das Tanzen und das Voltigieren. In der Heimatgilde tanzt sie seit sechs Jahren. Am Tanzen gefällt ihr ganz besonders, dass sie hier auch gleichzeitig ihre Freunde treffen kann. „Ich hoffe auf zumindest ein paar Auftritte mit meinem Prinzen und meiner Showtanzgruppen, den Brucker Kids, um den Zuschauern etwas Abwechslung und Freude in dieser schweren Zeit bringen zu können“, sagt Lea bei ihrer Vorstellung.
Prinz Noah Max Saatze, der dieses Jahr nach einer zweijährigen Pause wieder bei der Heimatgilde eingestiegen ist, ist ebenfalls zwölf Jahre alt und besucht die 6. Klasse des Graf Rasso Gymnasiums in Fürstenfeldbruck. Er ist gebürtiger Olchinger und wohnt in Emmering. „Ich tanze gerne und spiele Fußball“, erzählt er von sich. Auch er freue sich auf die kommende Saison und die Auftritte und hofft, dass sich die Situation mit Corona bald bessert.

Programm-Präsentation vielleicht online

Für die Programm-Präsentation am 6. Dezember werde es laut Schriftführerin Renate Appel vermutlich eine digitale Alternative geben, sofern diese unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften möglich ist. Denn trainiert wurde in den Gruppen vor dem Lockdown fleißig. „Der Fasching ist eben nicht nur Party, sondern auch die Vorbereitung des Ganzen. Viele Tänzer nutzen das Training als Ausgleich zum stressigen Alltag“, sagt Gildemeister Daniel Brando.
red

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