Etwa 100 Liter Diesel versickert im Boden

Defekter Stutzen: Diesel läuft aus

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Es wurde schnell reagiert. Die Stelle, an der Kraftstoff ausgelaufen ist, wurde auch gegen Regen gesichert, damit nichts mehr im Boden versickern konnte.

Am Pumpenwerk in Germering kam es am vergangenen Donnerstag zu einem Zwischenfall, bei dem rund 100 Liter Diesel-Kraftstoff in den Boden gelangten. Nach bisherigen Aussagen der zuständigen Behörden und des Wasserwirtschaftsamtes besteht aber keine Gefahr für das Germeringer Trinkwasser

Germering - Eigentlich reine Routine: Ein Notstromaggregat sollte am Donnerstagvormittag betankt werden. Der zuständige Tankwart führte seine Arbeiten gewissenhaft wie immer aus, schloss den Schlauch ordnungsgemäß an und befüllte das Notstromaggregat mit Diesel-Kraftstoff. Was er nicht erahnen konnte, dass der Anschluss-Stutzen, der sich in der Wand des Pumpenhauses befindet, defekt war. Innerhalb kürzester Zeit gelangte so der Kraftstoff in den Boden. 

Schnelles Handeln gefragt

Nun war schnelles Handeln gefragt, um zu verhindern, dass der Diesel ins Germeringer Trinkwasser gerät. Sofort wurden Maßnahmen ergriffen und etwa 40 Kubikmeter Erdreich abgetragen. Die Erde wird nun in Schrobenhausen entsorgt. „Glücklicherweise befindet sich an dieser Stelle das Grundwasser in circa 8 Metern Tiefe“, erklärt Wassermeister Michael Gogl von der Stadt Germering. An dieser Stelle sei der Boden überwiegend aus Lehm, was das Absinken des Kraftstoffes erschwere, erklärt er weiter. 

Weitere Tests laufen

„Wir haben jetzt etwa bis auf 2,50 Meter alles an Erde entfernt, nun wird die nächsten Tage und Wochen das Grundwasser regelmäßig getestet, ob sich Rückstände finden“, sagt Gogl. Eine Gefahr für das Germeringer Trinkwasser besteht bisher nicht. Vorsichtshalber wurde auch der Brunnen 1 erst einmal außer Betrieb genommen. Von Beginn an waren die zuständigen Behörden, Wasserwirtschaftsamt, Gesundheitsamt und Polizei eingeschaltet. Im unwahrscheinlichne Falle, dass beide Germeringer Trinkwasserbrunnen nicht mehr genutzt werden könnten, besteht die Möglichkeit, über einen Notverbund mit den Stadtwerken München und dem Wasserbeschaffungsverband Germering die Trinkwasserversorgung für Germering sicherzustellen.

Sebastian Essberger

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