Diplomierungsfeier

Bester Notenschnitt aller Zeiten bei der Polizeifachhochschule

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Geschafft – und das als Jahrgangsbester: Innenminister Joachim Herrmann beglückwünscht Felix Böhm.
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Die zehn Besten der 172 Absolventen, die ihr Studium an der Polizeifachhochschule in Fürstenfeldbruck beendeten, erhielten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ihre Diplomurkunden überreicht.

Fürstenfeldbruck – „Mit ihrer hervorragenden Ausbildung sind Sie bestens für die großen Herausforderungen der Polizeiarbeit vorbereitet“, lobte Herrmann bei seiner Festrede mit Blick auf das zweibeziehungsweise dreijährige Studium aber auch alle übrigen Absolventen, nachdem der Fachbereichsleiter Ingbert Hoffmann unter dem Applaus der Gäste herausgestellt hatte, dass mit einem Notendurchschnitt von 9,75 der beste Notenwert aller Zeiten erzielt wurde. 

Wunsch nach Fachhochschulstadt

Wenn der Innenminister sich ankündigt, wie zuletzt im Oktober 2015, so auch diesmal am 26. März, dann ist bei der feierlichen Veranstaltung im Churfürstensaal kein Platz mehr frei. Neben den 172 Absolventen mit ihren Angehörigen konnte Hoffmann zahlreiche hohe Vertreter von Polizei, Justiz, Bundeswehr und Politik aus ganz Bayern begrüßen. An die örtlichen Vertreter der Politik, den stellvertretenden Landrat, Johann Wieser, und Oberbürgermeister Erich Raff, richtete Hoffmann, wie schon sein Vorgänger Hermann Vogelgsang vor einigen Jahren, erneut den Wunsch, Bruck endlich zu einer Fachhochschulstadt zu machen. „Statt planbare Unterrichtszeit kommen jetzt auf Sie nicht planbare Einsatzzeiten zu“, sagte der Fachbereichsleiter zum Abschied zu den Absolventen. „Ich bin überzeugt, dass Sie diesen Herausforderungen gewachsen sind.“ 

Vertrauen der Bevölkerung rechtfertigen

In 25 verschiedenen Fächern wurden die Kommissare ausgebildet. Dabei nehmen vor allem Themen wie Cyberkriminalität oder unplanbare Einsätze wie etwa bei Terroranschlägen einen immer größeren Stellenwert ein. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei sei ein großer Schatz, betonte Herrmann. „Ihre Aufgabe ist es, dieses Vertrauen zu rechtfertigen.“ Bayern habe eine hervorragende Sicherheitsbilanz, liege in der Kriminalstatistik 2017 bundesweit an erster Stelle. Eine gute Ausbildung sei der Schlüssel zum Erfolg, sagte Herrmann. 

1.800 Neueinstellungen bayerischer Polizei

Bayern investiere in seine Polizei, wie nie zuvor, sowohl in der Ausstattung als auch personell. In diesem Jahr kündigte Herrmann rund 1.800 Neueinstellungen an, so viele wie noch nie bei der bayerischen Polizei. Auf Basis des vom bayerischen Kabinett 2016 beschlossenen Konzepts „Sicherheit durch Stärke“ sollen von 2017 bis 2020 jedes Jahr 500, in der Summe also 2.000 zusätzliche Stellen für die Polizei geschaffen werden. In ihrem Doppelhaushalt habe die Polizei für 2017/2018 bereits die ersten 1.000 Stellen erhalten. Somit hat die Polizei aktuell mit mehr als 42.000 Stellen den bislang höchsten Bestand erreicht. Nicht ohne Stolz verkündete Herrmann, dass man keine Nachwuchssorgen habe. Selbst in Zeiten der Vollbeschäftigung, wie momentan, habe man das Fünffache an Bewerbern. 

Kühler Kopf und Fingerspitzengefühl

Bevor Stefan Moosbauer als Sprecher der Absolventen in einer launigen Rede die Balance zwischen Familie und Ausbildung schilderte und dabei auf den Druck einging, der auf den Studierenden lastete, wünschte der stellvertretende Landrat Johann Wieser den Absolventen einen kühlen Kopf und viel Fingerspitzengefühl. „Sie können stolz auf Ihre Ausbildung sein, aber Ihr zukünftiger Arbeitstag wird nicht immer einfach sein.“ 

„Ich komme immer gern an den Tatort zurück“, sagte OB Raff bei seinem Grußwort und spielte als ehemaliger Kriminalbeamter dabei auf sein Studium vor etlichen Jahren an der Polizeifachhochschule an. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Beruf ohne große Hindernisse meistern“, sagte Raff und zum Wunsch des Fachbereichsleiters Hoffmann, dass Bruck endlich zur Hochschulstadt erhoben werde, meinte Raff: „Das steht nicht in unserer Macht. Aber wenn der Innenminister heute schon da ist, dann habe ich unser Ansinnen hiermit quasi schon einmal angestoßen.“

Dieter Metzler

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