186 Beamtinnen und Beamte der Bayerischen Polizei bei der Diplomierungsfeier am 20. April im Churfürstensaal in der Polizeifachhochschule FFB

Staatssekretär Eck: "Sie sind bei der richtigen Truppe"

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Im zwanglosen Gespräch (v. li.): Fachbereichsleiter Ingbert Hoffmann, stellvertretende Landrätin Martina Drechsler, der ehemalige Fachbereichsleiter Hermann Vogelgsang und Brucks 2. Bürgermeister Erich Raff.
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Die Diplomierungsfeier für 186 Polizeibeamte fand auch heuer wieder im Churfürstensaal des Klosters Fürstenfeld statt
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Premiere für den neuen Fachbereichsleiter Ingbert Hoffmann, der erstmals die Diplomierungsfeier durchführte
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Festredner Staatssekretär Gerhard Eck vom Bayer. Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr
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Die zehn besten Absolventen erhielten aus den Händen von Staatssekretär Eck (2. v. re.) ihre Ernennungsurkunden, neben Eck Fachbereichsleiter Hoffmann
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Grußwort der stellvertretenden Landrätin Martina Drechsler
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Ansprache der Absolventin Roxane Ferner

Fürstenfeldbruck – „Sie sind bei der richtigen Truppe, die wertgeschätzt wird. Da können Sie sich wohlfühlen“, sagte der Festredner, Staatsekretär Gerhard Eck vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, zu den 186 Beamtinnen und Beamten der Bayerischen Polizei bei der Diplomierungsfeier am 20. April im Churfürstensaal im Kloster Fürstenfeld. „Mit viel Fleiß und Engagement haben Sie die Ausbildung hinter sich gebracht. Sie können mit Stolz feststellen: es hat sich gelohnt.“ Die zehn besten Absolventen, fünf Polizeibeamtinnen und fünf Polizeibeamte erhielten aus der Hand des Innenstaatssekretärs ihre Ernennungsurkunden.

Angesichts der aktuellen Herausforderungen wird in die Polizei in Bayern weiter investiert, kündigte Eck unter anderem mit Blick auf die Flüchtlingskrise und die anhaltenden Terrorgefahren, insbesondere des islamistischen internationalen Terrorismus und des Rechtsextremismus an. Mit 17.246 Polizeieinsätzen in Asylunterkünften im Jahr 2015 sind die Einsätze um 270 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Zwar habe die Bayerische Polizei mit aktuell insgesamt 41.370 Stellen so viel Personal, wie nie zuvor. „Wir sind das sicherste Bundesland, müssen uns aber weiter für die Zukunft wappnen“, sagte Eck.

Der Leitgedanke der bayerischen Sicherheits-Philosophie der Polizei lautet: „In Bayern leben heißt sicherer leben.“ Damit dieser Leitgedanke auch morgen noch gilt, werde die Polizei auch in den nächsten Jahren weiter aufgestockt. So sollen in den nächsten zehn Jahren 10.000 neue Polizisten eingestellt werden. Bereits in den letzten fünf Jahren wurden über 6.300 Nachwuchsbeamte eingestellt. Erst zum ersten März traten 480 neue Beamte ihren Dienst an.

Damit die Nachwuchsgewinnung auch in Zukunft gelingt, wird die Werbetrommel kräftig gerührt, berichtete Eck. Am 11. Februar startete die Werbekampagne mit dem Motto „Mit Sicherheit Anders“, mit der man potentielle Bewerber für den Polizeidienst begeistern möchte. „Die Bayerische Polizei bietet ein breitgefächertes Tätigkeitsspektrum, einen sicheren Arbeitsplatz, gesellschaftliche Anerkennung, sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten und eine gute Bezahlung bereits während der Ausbildung“, warb Eck für den Polizeidienst. Auch wenn sich das sehen lassen könne, müsse man trotzdem werben, meinte der Staatssekretär. „Sind Sie offen für Veränderungen und Erneuerungen“, gab Eck den Diplomanten am Ende seiner Festrede mit auf den Weg. „Auf Sie warten vielfältige und spannende Herausforderungen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Glück, und dass Sie immer gesund nach Hause zurückkehren.“

 „Wir haben etwas gemeinsam“, sagte der neue Fachbereichsleiter der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege, Fachbereich Polizei, Ingbert Hoffmann, eingangs bei seinem ersten öffentlichen Auftritt zu den Beamtinnen und –beamten, die ihre zwei- bzw. dreijähriges Studium in Fürstenfeldbruck und Sulzbach-Rosenberg nun erfolgreich beendeten. „Es ist für uns beide die erste Diplomierungsfeier, für mich als Fachbereichsleiter und für Sie als Diplomanten. Ein wesentlicher Faktor unterscheidet uns aber. Wenn man das Studium mit einem Marathonlauf vergleicht, haben Sie ihr Ziel schon erreicht, ich bin jetzt seit 15. März hier und stehe erst am Anfang. Uns trennen sozusagen über 42 Kilometer.“ Über 2.000 Stunden in 25 verschiedenen Fächern liegen hinter den Diplomanten, meinte Hoffmann. Dabei gab es Streckenabschnitte, die nicht ganz einfach waren. „Das Ergebnis ist eine Topleistung“, sagte er aber anerkennend. „Heute stehen alle sozusagen auf dem Siegertreppchen.“ Jetzt ist aber nicht die Zeit, wie nach einem Marathon eigentlich üblich, die Beine hochzulegen, sondern, so gab Hoffmann den Diplomanten den Rat mit auf den Weg: „Nicht stehenbleiben, Polizeiberuf bedeutet Dynamik und Bewegung. Laufen Sie voraus, nicht nur mit! Als zukünftige Vorgesetzte müssen Sie Vorbild sein.“ Die Polizei genieße einen ausgezeichneten Ruf nicht zuletzt wegen der hervorragenden Ausbildung, sagte Brucks stellvertretende Landrätin Martina Drechsler bei ihrem Grußwort. Sie überbrachte die Glückwünsche des Landrats Thomas Karmasin.

Zum Schluss ließ Absolventin Roxane Ferner einige Höhepunkte der Ausbildung Revue passieren. „Aus Studienkollegen wurden Kameraden und es entstanden Freundschaften.“

 Dieter Metzler

 

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