Bayerns Innenminister Joachim Herrmann überreichte Urkunden an die Prüfungsbesten in Fürstenfeld.

191 neue Polizeikommissare für Bayern

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und der Fachbereichsleiter der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege, Fachbereich Polizei, Hermann Vogelgsang betreten zur Diplomierungsfeier von 191 Kommissarinnen und –kommissare den Churfürstensaal.
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Hermann Vogelgsang, Fachbereichsleiter der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege, bei seiner Begrüßungsansprache.
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Die Diplomierungsfeier für die 191 Polizeikommissarinnen und –kommissare fand im Churfürstensaal des Klosters Fürstenfeld statt
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Festredner, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann
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Die Lehrgangsbeste Tanja Schneider aus Mittelfranken erhielt aus der Hand von Innenminister Joachim Herrmann ihre Ernennungsurkunde.
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Die zehn besten Lehrgangsteilnehmer erhielten aus der Hand von Innenminister Joachim Herrmann ihre Ernennungsurkunde. Neben Herrmann der Fachbereichsleiter der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern, Hermann Vogelgsang.

Fürstenfeldbruck – „Begehen Sie heute den Festtag in unbeschwerter Weise“, sagte der Fachbereichsleiter der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Fachbereich Polizei und Präsident der BayFHVR, Hermann Vogelgsang, zu den 191 neuen Kommissarinnen und Kommissaren, die ihr zwei- bzw. dreijähriges Studium in Fürstenfeldbruck und Sulzbach-Rosenberg erfolgreich abgeschlossen haben. „Sie stehen heute bei Ihrer Reise des Lernens und Wissenserwerbs auf einem Höhepunkt und dürfen mit einem Hochgefühl darauf blicken.“ Die neuen Beamten werden künftig in ganz Bayern als Führungskräfte und hochqualifizierte Ermittler der Kriminalpolizei eingesetzt.

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Polizei, Bundeswehr und Wirtschaft und ihrer Angehörigen erhielten die zehn Prüfungsbesten bei der festlichen Feier aus den Händen von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ihre Urkunden. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt im Churfürstensaal des Klosters Fürstenfeld vom Ensemble des Polizeiorchesters Bayern. „Finden Sie in Ihrem Beruf und in Ihrer zukünftigen Position Freude und Erfüllung“, gab der Fachbereichsleiter bei seiner letzten Diplomierungsfeier, Vogelgsang tritt im nächsten Jahr in den Ruhestand, den Absolventen mit auf den Weg. „Es soll Sie mit Stolz erfüllen, dass Sie dem Bürger und dem Gemeinwohl dienen. Bleiben Sie bei allen polizeiberuflichen Belastungen – gerade die Flüchtlingsproblematik zeigt dies krass – unversehrt an Leib und Seele.“ 

„Unsere hervorragend ausgebildeten Polizistinnen und Polizisten sind das Erfolgsrezept der ausgezeichneten Sicherheitslage in Bayern“, betonte Innenminister Herrmann bei seiner Festrede. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis halte er für sehr wichtig. Ebenso lege er besonderen Wert auf den Umgang mit Menschen und Bürgernähe. Während andere Bundesländer Personal abbaue, habe Bayern in den vergangenen fünf Jahren mehr als 6.600 Nachwuchsbeamte eingestellt. Im Vergleich zu den 3.500 Ruhestandsabgängen seien das fast doppelt so viele Neueinstellungen. Auch im Doppelhaushalt 2015/16 werde es Personalverstärkungen geben, kündigte Herrmann an. Darunter 300 zusätzliche Ausbildungsstellen für die Polizei. Aktuell liege dem Landtag ein Entwurf für weitere 100 Stellen bei Polizei und Verfassungsschutz zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus sowie weitere 500 Ausbildungsstellen und 80 Arbeitnehmerstellen zur Bewältigung der Flüchtlingsströme vor. 

Österreich warf Herrmann rücksichtloses Verhalten in der Flüchtlingskrise vor. Der Nachbar schalte auf möglichst schnellen Durchzug, das könne man nicht akzeptieren. Das sei ein unverantwortliches Verhalten, untermauerte Herrmann die Kritik von Ministerpräsident Horst Seehofer. Die Flüchtlinge mit Bussen an die Grenze zu karren ohne vorherige Ankündigung und abzuladen, sei unverschämt und verstoße gegen sämtliche Abmachungen. Doch nicht die logistische Frage, was derzeit an der Grenze geschehe, sondern was langfristig passiere, sei entscheidend, so Herrmann, der sehr auf Entscheidungen am Wochenende in Berlin hofft, „um Schaden von unserem Land abzuwenden.“ „Es beginnt für Sie die Zeit der Bewährung“, sagte Oberregierungsrat Martin Schuster, Leiter der Abteilung für öffentliche Sicherheit und Ordnung, der in Vertretung von Landrat Thomas Karmasin ein Grußwort sprach. „Die Anforderungen an Sie sind hoch und können für Sie eine große Herausforderung und Belastung werden. Scheuen Sie deshalb nicht, den Rat von erfahrenen Kollegen anzunehmen“, gab er den Absolventen mit auf den Weg. „Man kann mit Fug und Recht behaupten, Sie haben eine Ära geprägt“, würdigte der Innenminister am Ende seiner Ausführungen die Arbeit von Vogelgsang an „seinem Tatort“. Er dankte dem Präsidenten und Fachbereichsleiter für die geleistete Arbeit und versprach eine große offizielle Verabschiedungsfeier im kommenden Jahr in München.

Dieter Metzler

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