Die Kottgeiseringer Bürger stimmen am 17. Juli über ihre zukünftige Nahversorgung ab

(K)ein Discounter in Kottgeisering

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Ob an dieser Stelle in Kottgeisering ein Dicsounter gebaut wird, darüber stimmen die Kottgeiseringer nun in zwei Bürgerentscheiden ab.

Kottgeisering - Die Kottgeiseringer werden am 17. Juli in zwei Bürgerentscheiden darüber abstimmen, ob an der Grafrather Straße ein Discounter gebaut werden soll. Nach dem Begehren der Befürworter ließ der Gemeinderat nun auch das der Gegner zu. „Damit haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein erfolgreich gemeistert“, sagt Günter Krenn, Sprecher der Initiative „Kein Discounter im Landschaftsschutzgebiet“. Die erste Hürde war die Zahl der Unterschriften: Mit 366 gültigen Unterzeichnern wurde das nötige Quorum fast um das dreifache überboten. Da das Begehren auch den rechtlichen Vorgaben entsprach, erklärte der Gemeinderat es für zulässig.

„Nun bekommen die Bürger die Chance, zwischen zwei Bürgerbegehren abzustimmen, die richtungsweisend für die künftige Nahversorgung und damit auch für das Erscheinungsbild und den Charakter Kottgeiserings sind“, sagt Krenn. Der Initiative gehe es um Klarheit und Transparenz. So behaupten die Befürworter des Discounters, dass es im Ort keine Nahversorgung gebe, „Das ist nicht nicht richtig“, sagt Krenn und verweist auf die bestehende Bäckerei. Dort gebe es auch Wurstwaren, ein kleines Lebensmittelsortiment und ein Café. „Auf Nachfrage werden weitere Artikel ins Sortiment aufgenommen“, sagt Krenn. Außerdem gebe es einen Wochenmarkt mit Fruchtstadel, Fischhändler und Metzgerei sowie einen Blumenladen. Die Initiative wolle die Nahversorgung mit dorftypischen und regionalen Einkaufsmöglichkeiten entsprechend der Bedürfnisse der Kottgeiseringer Bürger erhalten und ausbauen. „Ein Discounter würde die Existenz der bestehenden Geschäfte in Kottgeisering massiv gefährden“, glaubt Krenn. Gerade diese kleineren Geschäfte würden jedoch einen wichtigen Beitrag für Gemeinschaftsgefühl und Dialog zwischen den Bürgern leisten. Die Initiative kritisiert, dass für den Discounter rund 6000 Quadratmeter „an einem der schönsten Landschaftsflecken der Gemeinde neben dem international geschützten Ampermoos zubetoniert“ würden. An den geplanten 80 Parkplätzen würde zudem deutlich, mit welchem Mehraufkommen an Verkehr die Gemeinde zu rechnen habe. Außerdem würde die Gemeinde keine Gewerbesteuer durch die Ansiedlung des Discounters erhalten.

Andreas Daschner

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