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Diskussion über den von vielen geforderten Außenbahnsteig für die S4 in Puchheim

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Von: Dieter Metzler

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Das Interesse der Politik am Pressetermin am Bahnhof Puchheim war groß.
Das Interesse der Politik am Pressetermin am Bahnhof Puchheim war groß. © Metzler

Puchheim – Erfreut zeigte sich Ingrid Kroppen vom Puchheimer Behindertenbeirat über das große Interesse von Politik und Bürgern. Knapp 40 Teilnehmer sind am Montag auf dem Bahnhofs-Vorplatz gekommen, als der Beirat gemeinsam mit dem Seniorenbeirat und dem Brucker Verkehrsforum zu einer Diskussion über die beiden Petitionen über den Ausbau der S4 West einlud.

„Wir wollen nicht meckern, sondern wir wollen alle an einem Strang ziehen und wirklich etwas erreichen für die Menschen in der Region“, sagte Kroppen einführend. Im Hinblick auf eine tags drauf zu erwartende Entscheidung des Verkehrsausschusses im Bayerischen Landtag über die Mittel- und Außenbahnsteige bei der S4 West wurde über die von der Stadt Puchheim und dem Verkehrsforum des barrierefreien Ausbaus diskutiert. Dabei waren sich alle auftretenden Redner, unter anderem Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer (Grüne), Landtagsabgeordnete Natascha Kohnen (SPD), Landtagsabgeordneter Hans Friedl (FW) sowie Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) im Großen und Ganzen einig, dass letztlich eine uneingeschränkte Barrierefreiheit für die an der Strecke liegenden Bahnhöfe nur mit Außenbahnsteigen zu realisieren sei. „Alles andere ist Käse“, brachte es Puchheims Rathauschef Seidl auf den Punkt.

Brückner ruft Petition in Erinnerung

Der Vorsitzende des Brucker Verkehrsforums, Thomas Brückner, rief nochmals die beiden Petitionen in Erinnerung. Die der Stadt Puchheim, die 3.300 Bürger unterschrieben haben, und die des Verkehrsforums für die gesamte Strecke, wobei es sich um eine Verbände-Petition handelt, die unter anderem vom VdK Oberbayern, Caritasverband, Diakonie, Sozialforum Amper, Bund Naturschutz Kreisgruppe FFB, Stadtjugendrat FFB, sowie zahlreiche Parteien (SPD, Grüne, FW, UBV, ÖDP und FDP) unterstützt wird.

„Zehnjähriger Irrweg“

Mit dem „Deutschlandtakt“ soll nun der viergleisige Ausbau kommen, teilte Brückner mit, und rügte den bisherigen zehnjährigen „Irrweg“ des dreigleisigen Ausbaus. Die Staatsregierung und die Bahn hingegen favorisieren beim viergleisigen Ausbau den Mittelbahnsteig für die S-Bahnen, was laut Brückner eine enorme Verschlechterung darstellen würde. Mittelbahngleise in einer viergleisigen Anlage können von den Fahrgästen nur über Treppen, Aufzüge oder über endlos lange Rampen erreicht werden, so Brückner, dessen Fazit lautet: „Uns ist die Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit wichtig, um den Menschen den MVV attraktiv zu machen, nur so wechseln sie vom Auto zur Bahn.“
Metzler

Die „Entscheidung“

Im Verkehrsausschuss des Bayrischen Landtages am Dienstag wurde letztlich keine Entscheidung über Außenbahnsteige getroffen, sondern einstimmig beschlossen, dass es auf Vorschlag von Kohnen und Hans Schmid einen Ortstermin an den Bahnhöfen Puchheim und Eichenau geben soll, an dem die Landtagsabgeordneten des Verkehrsausschusses, Kutzner von StBM, ein Vertreter der DB, die Bürgermeister an der Strecke und Senioren-, Behindertenbeiräte Puchheim sowie das Verkehrsforum FFB teilnehmen und sich austauschen können. „Das ist für uns natürlich ein großer Erfolg. Wir sind wieder einen Schritt weiter und haben die Hoffnung, unser Anliegen durchsetzen zu können“, kommentiert Brückner dazu.
red

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