Bei seinem Besuch im Festzelt auf dem Brucker Volksfestplatz würdigte Bundesminister Dobrindt auch die Verdienste von Gerda Hasselfeldt

Dobrindt: "Nicht locker lassen bei der Umfahrung der Innenstadt"

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Zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung noch gähnende Leere im Brucker Festzelt

Fürstenfeldbruck – Der Defiliermarsch der Brucker Stadtkapelle erklang,  als Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am 21. April das Festzelt auf dem Brucker Volksfestplatz mit CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, Landrat Thomas Karmasin sowie im weiteren Gefolge zahlreicher Landkreis-Politprominenz betrat. Auf Einladung des Brucker CSU-Ortsverbandes strapazierte Dobrindt einen Tag vor der Volkfest-Eröffnung mit einem dreiviertelstündigen Rundumschlag von der Maut über die Obergrenze für Flüchtlinge bis hin zur europäischen Schuldenkrise die knapp 150 Besucher, die sich in dem 2.500 Personen fassenden Festzelt ein wenig verloren vorkommen mussten. 

 Langanhaltender Applaus brandete an diesem Abend nur einmal auf, als der Bundesminister die Verdienste von Gerda Hasselfeldt würdigte. Dabei hatte der CSU-Ortsvorsitzende Andreas Lohde bei seiner Begrüßung dem Festredner des Abends mit der Verlegung der Bundesstraße B2 und dem vierspurigen Ausbau der B471 sowie der S4-Bahnstrecke die wichtigsten Brucker Verkehrswünsche doch wärmstens ans Herz gelegt. In den nächsten 15 Jahren werde der Güterverkehr um 40 Prozent und der Personenverkehr um 15 Prozent wachsen, sagte Dobrindt nach der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt.

 Deshalb riet er den Bruckern, nicht locker zu lassen bei der Frage der Umfahrung der Innenstadt sowie der Verlegung der B2. Der Bundesverkehrswegeplan sieht für die nächsten 15 Jahre Investitionen von 264,5 Milliarden Euro vor. Der Anteil für Bayern wurde dabei von 13 Prozent auf 17 Prozent erhöht. Davon profitiere auch die Region Fürstenfeldbruck, so Dobrindt. Die Region sei ihm ganz besonders teuer in Erinnerung, ging Dobrindt auf den Autobahn-Ausbau mit Lärmschutzmaßnahmen Oberpfaffenhofen-Germering Süd mit 96 Millionen Euro ein.

 Dass die Region im Fokus stehe und hinsichtlich der Verkehrsfragen ernst genommen werde, zeige allein auch die Bewilligung von 30 Millionen Euro für die Ortsumfahrungen Mammendorf, Hattenhofen und Althegnenberg sowie kombiniert damit der in zwei Teilstücken vierspurige Ausbau der B471 von Buchenau nach Geiselbullach in Höhe von 67 Millionen Euro. Er habe jetzt nicht nur die Mittel bewilligt, sondern wenn Baurecht besteht, werde er auch dafür sorgen, dass die Maßnahmen umgesetzt werden, teilte Dobrindt mit. Niemand könne dem Verkehrsminister dafür einen Vorwurf machen, wenn etwas nicht im Verkehrswegeplan drin ist, weil es die Stadt nicht beantragt habe, stichelte am Schluss der Veranstaltung Landrat Karmasin bei seinem Dank an den Festredner in Richtung Brucker Rathaus.

In der Politik müsse man primär schauen, dass das Gute herauskommt, wenn aber das Schlechte herauskomme, müsse man schauen, dass man nicht schuld war. Er habe deutlich darauf hingewiesen, dass die Idee, man könne eine Bundesstraße auf eine Bundesautobahn verlegen, vielleicht juristisch nicht gar so gut sei, aber das habe man nicht hören wollen, so Karmasin. Er schaue mit großen Respekt auf das, was Gerda Hasselfeldt in Berlin in ihrer jetzigen Funktion und in anderen Funktionen erreicht habe und bedauere die Entscheidung, dass sie im nächsten Bundeswahlkampf nicht mehr antreten werde, dankte Dobrindt der Landesgruppenchefin für viele gemeinsame politische Jahre in Berlin. „Berlin verliert in dir eine engagierte Kämpferin für Bayern und die christlich-soziale Idee. Deine Arbeit hat größten Respekt und Anerkennung verdient. Was Du geleistet hast in den vergangenen Jahren verdient größte Hochachtung. Ich möchte Dir nur sagen: Danke.“

 Dieter Metzler

 

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