Dorfhelferinnen für schwierige Situationen – Die Ausbildung dauert fünf Jahre

von links nach rechts: Norbert Hornauer, Einsatzleitung Sabrina Gögelein, Dorfhelferin Edigna Ludwig, Dorfhelferin. Foto: BBV

Zwei Dorfhelferinnen hat die Station der Katholischen Dorf- und Betriebshelfer in Fürstenfeldbruck in der Zwischenzeit. Darüber freut sich die Vorsitzende der Station, Marlies Grandl. Bereits seit mehr als zwei Jahren ist Edigna Ludwig im Landkreis Fürstenfeldbruck im Einsatz. Und weil die Nachfrage nach der Dorfhelferin im Landkreis so groß war, hat sie seit ein paar Wochen Verstärkung erhalten.

Beide Dorfhelferinnen Edigna Ludwig und Sabrina Gögelein haben ihre Ausbildung in Neuburg abgeschlossen. Klassische Aufgaben einer Dorfhelferin sind, in landwirtschaftlichen Betrieben und in Familien im ländlichen Raum (ohne landwirtschaftlichen Betrieb), in denen gerade eine Notlage herrscht, wieder für Ordnung und etwas Normalität zu sorgen. Die Vorsitzende der Station Marlies Grandl, erklärt, „Fällt auf einem Bauernhof plötzlich die Bäuerin oder der Bauer aus, kann ganz schnell die Familie und der Betrieb aus den Fugen geraten. Dann ist dringend sofortige Hilfe nötig. Jemand muss dafür sorgen, dass alles weiterläuft, dass die Familie versorgt wird, der Haushalt funktioniert, Erntearbeiten anstehen und vieles mehr.“ Dorfhelferin Edigna Ludwig erzählt, „Ob ich Babys wickle, Kleinkinder zum Kindergarten bringe, Schulkinder bei den Hausaufgaben betreue, hängt von der jeweiligen Familie ab. Manchmal sind auch ältere Familienmitglieder mit gesundheitlichen Problemen zu pflegen. Es ist schon schwer genug für eine Familie, wenn die Mutter krank ist – wir schauen, dass eine gute Versorgung der Familie gewährleistet wird.“ Ihre Kollegin, Sabrina Gögelein, ergänzt, „Und dann warten da auch noch das Haus, der Garten, der Stall. Je nachdem, ob der Haushalt versorgt, ob Tiere gehalten oder ein Garten bewirtschaftet werden muss – jedes Mal schaut unser Aufgabenbereich anders aus.“ Weitere Einsatzbereiche der Dorfhelferin sind auch so genannte Entlastungspflegeeinsätze. Wenn in Familien Pflegebedürftige Angehörige gepflegt werden, bedeutet dies eine erhebliche Belastung der Pflegepersonen. Hier bieten die Pflegeversicherungen die Möglichkeit der Entlastung in Form von einem zusätzlichen jährlichen Betrag von 1.500 € an. Auch wenn noch keine Pflegestufe vorliegt. Werden behinderte Kinder in der Familie betreut, stehen auch die oben genanten Mittel zur Verfügung. Für diese speziellen Aufgabengebiete werden Dorfhelferinnen zusätzlich ausgebildet. Nicht umsonst dauert die Ausbildung zu diesem vielfältigen anspruchsvollen Beruf 5 Jahre. Die Einsatzleitung für die Dorfhelferinnen und den Betriebshelfer übernimmt der Maschinenring Fürstenfeldbruck, Tel. 08141/223350.

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