Ausstellung der Preisträger des Kunstpreises für den Landkreis

Vielfältige künstlerische Freiheit im Haus 10 ausgestellt

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Stellen gemeinsam im Haus 10 aus: Die Sieger der Kunstausstellung des Landkreises Fürstenfeldbruck (von links) Christine Kellerer, Tamy Plank und Attai Chen vor ihren Werken im Eingangsbereich.

Mit maximal drei Werken mussten die Teilnehmer der Kunstausstellung des Landkreises Fürstenfeldbruck im vergangenen Jahr die Jury überzeugen. Nun gibt es von den Siegern wesentlich mehr zu sehen: Christine Kellerer (56), Attai Chen (39) und die Förderpreisträgerin Tamy Plank (28) stellen ihre Werke in der Preisträgerausstellung im Haus 10 auf dem Klostergelände gemeinsam aus.

Fürstenfeldbruck - „Die Vielfalt ist groß“, sagte der stellvertretende Landrat Hans Wieser bei der Eröffnung der Werkschau. „Diese Szene will der Landkreis weiter fördern.“ Vielfalt ist auch das Stichpunkt bei der Ausstellung der drei letztjährigen Sieger. Wie die Kunsthistorikerin Anne Uhrlandt in ihrer Laudatio ausführte, seien im Haus 10 drei komplett unterschiedliche Persönlichkeiten zu sehen, die ihre künstlerische Freiheit ausleben. 

Extra für die Ausstellung erschaffen

Dabei beschränkt sich die große Bandbreite gezeigter Kunst nicht nur auf die Unterschiede zwischen den drei Künstlern. Auch die Werke jedes einzelnen Künstlers sind äußerst vielfältig. Über Kellerer sagte Uhrlandt beispielsweise: „Es gibt kaum Künstler, die Malen und gleichzeitig Holzskulpturen erstellen“. Die aus Petzenhausen bei Weil im Landkreis Landsberg stammende Kellerer hat nach eigenen Worten „bis auf eines alle Stücke extra für die Ausstellung geschaffen“. 

Gold, Diamant und ein echter Frosch verarbeitet

Der in Jerusalem geborene und in Althegnenberg lebende Schmuckkünstler Attai Chen stellt weltweit aus. Die Vielfalt seiner verarbeiteten Materialien sieht Uhrlandt vor allem in dem Stück „Die Wahre Geschichte des Froschprinzen“ repräsentiert. Neben Gold, Diamant, Saphiren und Granat verarbeitete Chen einen echten Frosch. Biologische Materialien sind oft Teile von Chens Werken, so zum Beispiel auch ein Schmetterling oder Holz. Tamy Plank hatte bei der Landkreisausstellung den Förderpreis für Künstler unter 35 Jahren abgeräumt. 

Ein eigener Raum für seine Kunst

Auch sie glänzt bei der Preisträgerausstellung durch Vielfalt. „Der gemeinsame Nenner von Tany Planks Werken ist die komplette Freiheit der Kunst“, sagte Uhrlandt. Kleinformatige Aquarelle der Münchnerin sind ebenso zu sehen, wie eine Glasperlenund Nyloninstallation oder eine Schale aus Holz, die mit Aquarellen auf Papier beklebt ist. Aufeinander abgestimmt haben die drei Künstler ihre Werke nicht. „Jeder hat seinen eigenen Raum für seine Werke bekommen“, sagt Kellerer. So können sich die Ausstellungsbesucher ganz dem Schaffen jedes einzelnen Künstlers widmen. Lediglich im Eingangsbereich des Hauses 10 hat jeder des Trios ein Werk ausgestellt, sodass bereits dort die Vielfalt der Preisträgerausstellung zum Tragen kommt.

Ausstellung bis zum 25. November geöffnet

 Die Preisträgerausstellung ist noch bis Sonntag, 25. November, in der Kulturwerksatt Haus 10 auf dem Gelände des Klosters Fürstenfeld zu sehen. Geöffnet ist freitags von 16 bis 18 Uhr sowie am Wochenende jeweils von 10 bis 18 Uhr. 

Andreas Daschner

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