Drei neue Pfarrerinnen ins Amt eingeführt – Ordination in der Johanneskirche

: Den Tag der Ordination feierten fröhlich (v.l.): die drei neuen Pfarrerinnen Anita Leonhardt, Birgit Schorsten-Last und Meye Hösch de Orellana. – Foto: Hans Kürzl

„Wir alle sind Handwerker an der Stadt, an der Gemeinde und der Gesellschaft.“ Mit diesen Worten begrüßte Olchings Bürgermeister Andreas Magg Anita Leonhardt als neue Pfarrerin in der evangelischen Johanneskirche. Gemeint waren damit aber auch Meye Hoesch de Orellana und Birgit Schorsten-Last, die ihm Rahmen der Ordination in der voll besetzten Johanneskirche ebenfalls in ihr Amt eingeführt wurden. Während Leonhardt diesen „frohen Tag ihres Lebens“ in ihrer künftigen christlichen Heimat feiern konnte werden die beiden Kolleginnen in anderen Dekanaten tätig sein. Birgit Schorsten-Last im Dekanat Dachau sowie Meye Hösch de Orellana im Raum Freising.

Bei dem Ordinationsgottesdienst wurde immer wieder auf das ökumenische Zusammenleben aller Christen hingewiesen. So sah Diakon Wolfgang Baldes von der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul das weibliche Element in der Gesamtseelsorge für die Stadt Olching gut verstärkt. Seine Vorfreude auf eine gute ökumenische Zusammenarbeit drückte Baldes so aus: „Dass bei Ihnen so etwas möglich ist, was viele in der katholischen Kirche vermissen, freut mich ganz besonders.“ Dabei begann das christliche Leben von Anita Leonhardt in der katholischen Kirche, wo sie getauft wurde. Doch schon als Jugendliche erkannte Leonhardt: „Luthers Errungenschaften wirkten auf mich wie eine Befreiung“, nennt sie den Grund für den Wechsel zur evangelisch-lutherischen Kirche. Eine lebendige Ökumene sei ihr sehr wichtig, betont sie. Leonhardt wird ihren Wohnsitz im Stadtteil Esting haben, das auch zu ihrem Wirkungskreis zählen wird. Einbringen wird sie sich in erster Linie im Kinder- und Jugendbereich. „Ein Feuerwerk an diakonischen Erlebnissen Erfahrungen“, sagte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die den Festgottesdienst leitete, über Leonhardt. Die Regionalbischöfin bescheinigte den drei Pfarrerinnen, ein gutes Fundament im christlichen Leben zu besitzen. „Dennoch ist der Glaube kein fertiger Dom, der in unsere Seele gesenkt wird.“ Breit-Keßler verglich das christliche Wirken mit einer Baustelle, an der es ständig zu arbeiten gelte. Wer dies wisse, könne Freuden und Mühen besser mit Menschen teilen. Dekan Stefan Reimers zeigte sich froh, dass die vakante Stelle neben Pfarrer Harald Sauer bereits nach einem halben Jahr wieder besetzt werden konnte. Der Tag des Dienstbeginns der drei Pfarrerinnen sei zudem passend gewählt. Mit einem Augenzwinkern verwies Reimes auf die fast zeitgleiche Wahl von Joachim Gauck: „Einer unserer Kollegen wird zum Bundespräsidenten gekürt.“ Bernhard Sauermann, Vertrauensmann im Kirchenvorstand der Johanneskirche, sagte schlicht zu den drei Pfarrerinnen: „Wir freuen uns, dass sie angekommen sind.“

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