"Was lange währt, wird endlich gut"

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Das neue Verwaltungsgebäude des Gymnasiums Gröbenzell wurde lange herbeigesehnt – und konnte nun endlich eingeweiht werden.

Gröbenzell – „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte der Schulleiter des Gröbenzeller Gymnasiums, Hermann Baumgartner, bei der Einweihungsfeier des lang ersehnten Verwaltungsanbaus an das Schulgebäude an der Wildmoosstraße. Ursprünglich sollte der 1,2 Millionen Euro teure, 235 Quadratmeter große Anbau eigentlich zu Pfingsten bezogen werden. Nun sind „die dringend benötigten Räume“, so die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler bei ihrem Grußwort, zumindest rechtzeitig zu Beginn des Schuljahres 2014/15 fertig geworden.

Bereits bei seinem Dienstantritt im August 2008 überreichte ihm sein Vorgänger Dr. Winfried Bauer eine Planskizze für den Erweiterungsanbau, ließ Baumgartner den langen Weg bis zum Baubeginn vor etlichen Ehrengästen Revue passieren. Jedes Jahr sei er im Landratsamt vorstellig geworden, bis vor einem Jahr dann endlich mit der Baumaßnahme begonnen werden konnte. Auch über die Länge der Bauzeit ließ der Schulleiter kritische Bemerkungen fallen. Phasenweise drängte sich bei ihm der Verdacht auf, dass der gute Wille nicht erkennbar gewesen sei, um rechtzeitig fertig zu werden. 

Zum Ende seiner Ausführungen zeigte sich Baumgartner aber versöhnlich. Man sei von der ersten Sekunde an in die Planungen mit eingebunden worden, „das kenne ich so nicht“, und dankte allen am Bauprojekt Beteiligten. Er hoffe nun, die Geduld der Benutzer der Schule werde belohnt und trage zum guten Schulklima bei. „Das wichtigste ist: es wurde gut“, freute er sich mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über das größere Platzangebot. Seit dem Bau des Gymnasiums 1983 haben sie sieben große Baumaßnahmen an der Schule durchführen dürfen, berichtete Christian Merk vom Architekturbüro Rainer Köhler aus Gauting. Es sei das älteste Projekt des Büros und man sei dankbar, dass „die Schule in einer Hand blieb“. 

Merk dankte für das Vertrauen und er hoffe, dass das Ergebnis gefällt. Insgesamt wurden zehn neue Räume geschaffen. So kommt der Schulleiter in den letzten beiden Jahren seiner beruflichen Tätigkeit noch in den Genuss eines großzügigen Büros, ebenso wie sein Stellvertreter Boris Hackl, die weiteren Mitarbeiter des Direktorats sowie der Schulpsychologe, der Sozialpädagoge, der Beratungslehrer und die Oberstufenkoordinatoren. 

Auch die Eltern der Schüler profitieren letztlich von dem neuen Anbau, mussten doch in der Vergangenheit häufig vertrauliche Elterngespräche teilweise irgendwo in einer Ecke der Schulaula oder auf dem Gang geführt werden. Weiter hoffen müssen allerdings die 109 Lehrer der mehr als 1200 Schülerinnen und Schüler. Ihr Zimmer platzt aus allen Nähten und auch der Mensabereich müsste umgebaut werden. „So langsam fällt uns nichts mehr ein“, so Merk in Anspielung auf kaum noch bestehende Erweiterungsmöglichkeiten in der Fläche. „Bei der nächsten Baumaßnahme müssen halt wir in die Höhe gehen.“ Nach einem anschließenden Rundgang durch den neuen Anbau und die Segnung der Räume durch die evangelische Pfarrerin Christine Drini und den katholischen Pfarrer Gregor König endete die Feier mit einem Imbiss.

Dieter Metzler

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