Drittes Wirtschaftsforum der West-Allianz in der BMW-Driving Academy 

14 000 Autofahrer haben 2012 ein Fahrtraining in Maisach absolviert 

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Maisachs Bürgermeister Hans Seidl stellte die West-Allianz München vor und pries die Vorzüge

Maisach – Nach der Auftaktveranstaltung in Bergkirchen und der letztjährigen Premiere im Bürgerhaus Karlsfeld veranstaltete die West-Allianz München am 31. Oktober bereits ihr drittes Wirtschaftsforum. In der Driving Academy Maisach brachte Maisachs Bürgermeister Hans Seidl den Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die West-Allianz und ihre sechs Arbeitskreise näher.

Der Gastgeber, der Geschäftsführer der BMW M GmbH, Dr. Friedrich Nitschke, informierte über die Pläne der BMW Group. Darüber hinaus stellte der bayerische Automobilhersteller das neue E-Fahrzeug BMW i3 vor. Beim abschließenden Empfang erhielten die Unternehmer aus der West-Allianz Gelegenheit, sich über die aktuellen Projekte der West-Allianz zu informieren und sich auszutauschen. Maisachs Bürgermeister Seidl freute sich, dass er neben den Bürgermeistern der sechs Gemeinden, die zur West-Allianz München zählen, auch einige Bürgermeister aus Gemeinden des Landkreises begrüßen konnte. Landrat Thomas Karmasin musste wegen einer Grippe passen, dafür konnte Seidl den Dachauer Landtagabgeordneten Bernhard Seidenath (CSU) begrüßen.

Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, den Seidl als „unverzichtbaren Geburtshelfer“ für die Nachnutzung des Fliegerhorstes bezeichnete, musste aus terminlichen Gründen absagen. Die West-Allianz ist ein interkommunaler Zusammenschluss der Gemeinden Maisach, Bergkirchen, Karlsfeld, Odelzhausen, Pfaffenhofen an der Glonn und Sulzemoos. Daten zur West-Allianz: knapp 50.000 Einwohner, knapp 14.000 Arbeitsplätze auf 200 Quadratkilometer Fläche. Die Top-Erreichbarkeit durch die direkte Lage an der Autobahn A8 und die Nähe zur Landeshauptstadt bezeichnete Seidl als einen der deutlichen Vorteile gegenüber anderen Mitbewerbern. 

Nach den Reden weckte das neue E-Fahrzeug BMW i3 das Interesse der Gäste

Die zahlreichen aktuellen Neuansiedlungen bestätigen darüber hinaus die positive Entwicklung. Um der steigenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden, werden unterschiedliche Neubaugebiete geplant. Die West-Allianz versteht sich als eine Plattform, auf der Kommunen, Unternehmen und Bürger miteinander kooperieren und dabei eine Vernetzung der Unternehmen untereinander, mit der Politik und allen Schaffenden auf den Gebieten der Kultur, dem Sport und Sozialen zu einer nachhaltigen Sicherung des Wohlstandes am Standort anstreben. Von einer Kooperation mit der West-Allianz profitieren stets beide Seiten, so Bürgermeister Seidl, der als Vorteile den direkten Mehrwert durch Projektarbeit der sechs Arbeitsgruppen, Synergieeffekte durch interkommunale Kooperation, überregionale Kommunikation und PR, sowie die Erweiterung des jeweiligen Standortnetzwerks besonders hervorhob. So soll beispielsweise von der Bildungs-AG im Jahre 2014 die aus zwei Säulen bestehende Bildungsakademie eingerichtet werden. Vorgesehen ist dabei in Zusammenarbeit mit den Schulen und Ausbildungsbetrieben firmenübergreifende Ausbildungskonzepte umzusetzen und Unternehmen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen zu unterstützen. Die zweite Säule beschäftigt sich mit der Fort- und Weiterbildung für Unternehmen und ihre Mitarbeiter durch regionale, bedarfsorientierte Kursangebote. Die Kritiker und Bedenkenträger heutzutage zu überzeugen, sei nicht so einfach, erklärte  Dr. Friedrich Nitschke, in einem  Vortrag, in Anspielung auf Beschwerden der Anrainer über Lärmbelästigung durch das Fahrsicherheitstraining auf dem ehemaligen Rollfeld. Der Geschäftsführer der BMW M GmbH sagte aber auch, dass BMW an noch keinem Standort etwas gegen den Willen der Bevölkerung gemacht habe. Nicht ganz ohne Stolz berichtete Dr. Nitschke von 2012 als das erfolgreichste Jahr in der 100-jährigen Geschichte der BMW-Group mit einem Überschuss von fünf Milliarden Euro. 

 Rund 14.000 Kunden haben seit der Eröffnung im September 2012 ein Fahrtraining in Maisach absolviert. Für Führerscheinneulinge sei das Training kostenlos, davon hätten bisher 170 Gebrauch gemacht, und BMW habe auf dem Gelände bereits 6.000 Quadratmeter Fläche renaturiert. Er hoffe, so Dr. Nitschke, dass man in Maisach bald weiter ausbauen könne und kritisierte die deutsche Bürokratie, nachdem der Bebauungsplan immer noch nicht vorliege. Das anschließend vorgestellte neue E-Auto, der BMW i3, wird demnächst auch für das Fahrtraining verwendet werden. Da man E-Autos kaum hört, dürfte sich das Thema mit der Lärmbelästigung von selbst erledigt haben. 

 Dieter Metzler

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