Keine Einigung im Ausschuss

Verkehrsführung weiter unklar

+
Beliebter Schleichweg im Berufsverkehr: Brucker Bahnhofstraße

Fürstenfeldbruck – Die geplante Änderung der Verkehrsführung am Brucker S-Bahnhof ist weiterhin in der Schwebe. Trotz zweier Ortstermine fand der Umwelt- und Verkehrsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung keine einvernehmliche Lösung. Vorerst bleibt alles beim Alten.

In Abwesenheit der erkrankten Sachgebietsleiterin Birgit Thron diskutierte der Verkehrsausschuss erneut über eine neue Regelung zur Reduzierung des Durchgangverkehrs am S-Bahnhof Fürstenfeldbruck. Hintergrund ist, dass zu Stoßzeiten viele Autofahrer die Bahnhofstraße als Abkürzung nutzen, um Rückstaus auf der Oskar-von-Miller- beziehungsweise der Münchner Straße zu umfahren - mit weitreichenden Folgen. 

Erhöhtes Gefährdungspotential und Verspätungen

Zum Einen stellt das erhöhte Verkehrsaufkommen ein erhöhtes Gefährdungspotential im Bereich des Bahnhofareals für Fußgänger, Radfahrer und ÖPVN-Benutzer dar, zum anderen behindert es den Linienverkehr und führt zu erheblichen Verspätungen, da sich die Busse an den Ampelanlagen zur Münchner- und zur Oskar-von-Miller-Straße hinter den PKWs anstellen müssen. 

Mögliche Sperrung der Durchfahrt

Zur Entschärfung der Situation schlägt die Verwaltung vor, die Durchfahrt Richtung Münchner Straße für den öffentlichen Verkehr zu sperren und nur noch für Busse, Taxen, Menschen mit Behinderung und Radfahrern zu erlauben. Der Bringund Holverkehr soll von Westen her kommend nur noch bis zu den Parkbuchten etwa auf Höhe des Friseurs fahren dürfen. Dann müsste wieder umgekehrt und in Richtung Oskar-von-Miller- Straße rausgefahren werden. 

Befürchtung von chaotischen Verhältnissen

Gegen eine solche Regelung sprach sich Franz Höfelsauer (CSU) aus, der den Bypass zur Münchner Straße offen halten möchte: „Ich denke, dass wir mit einer Tempo-30-Beschränkung und einem grünen Pfeil für Rechtsabbieger viel erreichen können.“ Auch Hans Schilling (CSU) überzeugt das vorliegende Konzept nicht. Vielmehr befürchtet er chaotische Verhältnisse, wenn die Leute dort wieder wenden müssen. 

Forderung neuer Verkehrszählungen

Stattdessen forderte er eine erneute Verkehrszählung: „Wir brauchen gescheite Grundlagen, wenn wir dort oben überhaupt etwas verändern wollen.“ Alexa Zierl (parteilos) brachte noch einen „shared space“ ins Gespräch. Nach dem Vorbild anderer Kommunen, könne hier ein verkehrsberuhigter, zwischen Autofahrern und Passanten geteilter Verkehrsraum eingerichtet werden. Die Tendenz der Ausschussmehrheit geht zwar Richtung Sperrung für den Durchgangsverkehr, letztendlich konnten sich die Mitglieder aber auf keine einvernehmliche Lösung einigen. Ob eine Beschlussvorlage bis Juli – und damit noch vor den Sommerferien – zustande kommt, ist laut dritter Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) fraglich. 

Peter Fischer

Auch interessant

Meistgelesen

10.000 Besucher bei Oldtimertagen mit 900 Fahrzeugen
10.000 Besucher bei Oldtimertagen mit 900 Fahrzeugen
Wie Religion den Alltag prägt
Wie Religion den Alltag prägt
Mann mit Kind auf offener Straße überfallen
Mann mit Kind auf offener Straße überfallen
Von drei Männern bestohlen
Von drei Männern bestohlen

Kommentare