25. Deutscher Mühlentag

Kulinarik, Kunst und Kultur in der Mühle

1 von 20
2 von 20
3 von 20
4 von 20
5 von 20
6 von 20
7 von 20
8 von 20

Der Mühlentag in der Furthmühle war wie jedes Jahr ein Großereignis für die gesamte Region: Neben Brucker, Dachauer und Friedberger Kfz-Kennzeichen waren Familien aus Augsburg, München, Starnberg, Landsberg und sogar aus Freising in das historische Technik-Kleinod an der Glonn gekommen, das heuer seinen 193. Geburtstag feiert.

Egenhofen – Der Grund: ein rundes Programm, das mit einem Gottesdienst der Maisacher Pfarrerin Kerstin Greifenstein eingeleitet wurde. Klar, dass die Mühlenführungen durch Mühlenchef Albert Aumüller und seinen Kollegen, darunter der 86-jährige Kottgeiseringer Erich Wittmann, einen besonderen Höhepunkt darstellten – schon bis zu den Mittagsstunden hatten mehr als 300 Interessierte daran teilgenommen. Klaus Reindl, der Vize-Vorsitzende des Fördervereins, schätzte, dass 650 Erwachsene und Kinder an den Führungen teilgenommen haben. 

Kunst und Kultur im Café

Im Café Mühlgang kamen derweil künstlerisch interessierten Besucher auf ihre Kosten: Die Mammendorfer Künstlergruppe um Sabine Kinder, Waltraud Kosak, Klaus Kühnlein, Margot Vogl sowie Hanne Wölfle präsentierten dort „Theresias Torten“ – 34 Pastellgemälde, die von den Tortenkunstwerken Theresia Aumüllers inspiriert worden waren (die man im Biergarten genießen konnte). Im ersten Stock der Mühle ist zudem zurzeit eine Ausstellung der Naturfotografin Marie-Thèrés Ritz-Burgstaller zu sehen, mit Tier- und Pflanzen-Aufnahmen. Passend dazu: Die Führungen der lokalen Förster durch den nahen Glonnwald; deren Thema: die Umgestaltung des Forsts in Folge des Klimawandels.

Dialekt und Handwerk

Am Nachmittag sorgte der Chef des Oberbayerischen Volksmusikarchivs, Ernst Schusser, für Stimmung im Stadl durch eine gemeinschaftliche Singstunde. Bis der Regen am Nachmittag einsetzte, war der Biergarten sowie die Stände mit kunsthandwerklichen Produkten aus der Region bestens besucht. Der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte sorgte mit seinem Fragebogen „Woaßt as?“ für Verwunderung mit Begriffen wie „Koppràddà“ (Kaplan) oder Ausdrücken wie „Mei, gfeit is“ (Es ist aussichtslos). Besonders spektakulär: Die Vorführungen traditioneller Schreinertechniken des Poigerner Schreiners Johannes Aumüller sowie die eines Schmieds aus Olching, Helmut Brunner, der Kindern den Umgang mit Hammer und Amboss beibrachte. Zum Beispiel dem sechsjährigen Emil, ebenfalls ein Olchinger, der nach seinem ersten gehämmerten Nagel befand: „Supercool!“

Horst Kramer

Auch interessant

Meistgelesen

Bürger haben sich für neue Straßennamen entschieden
Bürger haben sich für neue Straßennamen entschieden
Beiräte fordern mehr Gehör
Beiräte fordern mehr Gehör
Neue Wege mit Schulhund und Yoga
Neue Wege mit Schulhund und Yoga
Landratsamt bietet Aktionen zum Thema HIV und Aids
Landratsamt bietet Aktionen zum Thema HIV und Aids

Kommentare