Ehemaliger Germeringer Mathematiklehrer gibt während der Corona-Krise Tipps

Erste Hilfe für Eltern 

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Christoph Hammer ist ein pensionierter Mathelehrer aus Germering.

Germering / Fürstenfeldbruck – Viele Eltern kennen das Problem, die Schulzeit ist bereits einige Jahre her und gerade die naturwissenschaftlichen Fächer wie Mathematik waren bereits damals mehr Hass- als Lieblingsfach. Wie nun den eigenen Kindern während der seit Wochen bestehenden schulfreien Zeit Tipps und Hilfestellungen geben. Der ehemalige Gymnasiallehrer Christoph Hammer versucht mit der Internetseite https://mathe-fuer-eltern.de Abhilfe zu schaffen.

Bereits seit längerer Zeit hat Hammer die Idee nicht nur Schülern mit ihren mathematischen Problemen zu helfen, sondern auch die Eltern dabei zu unterstützen. Er kennt das Phänomen, dass die Eltern bei Schwierigkeiten mit den Hausaufgaben in eine Art Lehrerrolle schlüpfen müssen seit Jahren. „Ich möchte möglichst vielen Menschen, vor allem auch den Eltern, den Spaß an der Mathematik vermitteln“, sagt Hammer. Nichts sei schlimmer, wie wenn die Eltern ihre negativen Erfahrungen mit dem Fach Mathematik an ihre Kinder weitergeben würden. Weit vor Corona begann der 67-Jährige Brucker ein Buch zu diesem Thema zu schreiben – dieses soll Ende des Jahres erscheinen und tiefer in die Thematik einsteigen. Er schöpft sein Wissen und seine Erfahrung dabei aus seiner 25-jährigen Erfahrung als Lehrer für Mathematik, Physik und Astronomie am Max-Born-Gymnasium sowie der Arbeit in der Lehrerfortbildung und als Dozent für Mathematikdidaktik an der LMU München und anschließend an der Universität Osnabrück. 

Je höher die Nachfrage, umso mehr Themen werden erklärt

Das Prinzip der Homepage, die rund eine Woche nach Ostern online gegangen ist, ist einfach – Eltern können per Kontaktformular mit dem Ex-Mathelehrer Kontakt aufnehmen, dieser beantwortet die Anfragen persönlich oder auf der Seite mit Texten, Grafiken, Audiodateien und Videoclips. Je mehr Fragen von den Eltern eingereicht werden, umso mehr füllt sich die „Hilfe-Seite“. Drei Themen hatte er bereits online gestellt, „damit die Eltern schon einmal wissen, wie sich die Themen aufbauen“, ergänzt Hammer. Theoretisch kann er jedes Fachgebiet und damit jede Klassenstufe bedienen, seine Hauptzielgruppe sei aber klar die 5. bis 10. Jahrgangsstufe oder auch die Grundschule. Von der Berechnung des Flächeninhalts und Volumens in der 6. Klasse bis hin zur Erklärung der Kongruenzsätze, die in der 7. beziehungsweise 8. Klasse verlangt werden, ist bereits einiges online abrufbar. Immerhin müsse er ja auch darauf achten, in welchem Alter sich die zu unterrichtenden Kinder befänden – und da bezweifelt er, dass sich ältere Jugendliche noch mit Mama und Papa zum Mathe-Lernen zusammen setzen würden. Zum Schluss betont Hammer noch, dass die Internetseite während der Corona-Zeit zwar kostenlos für alle Eltern zur Verfügung stehe, er die Anfragen aber ehrenamtlich in seiner Freizeit beantworten würde und dies viel Zeit in Anspruch nehme. „Wenn mir das irgendwann zu viel wird, kann es sein, dass ich einen Obolus verlangen werde“, so der pensionierte Lehrer. Immerhin müsse er ja auch noch genügend Zeit für die Enkelkinder haben. 

Claudia Becker

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