Höchste Auszeichnung der Gemeinde Mammendorf für Paralympics-Goldmedaillengewinnerin und Kommunalpolitikerin

Ehrenbürgerschaft für Margit Quell

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(v. li.) Peter Muck (2. Bürgermeister), Manfred Heimerl (3. Bürgermeister) und Josef Heckl (Bürgermeister) sowie vorne die zur Ehrenbürgerin ernannte Margit Quell MfG

Mammendorf – Als erste Mammendorferin überhaupt wurde Margit Quell am Freitagabend die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde verliehen. „Es ist die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde vergeben kann“, sagte Bürgermeister Josef Heckl (BGM) bei seiner Laudatio beim Festakt vor 105 geladenen Gästen im Saal des Bürgerhauses. Mit der Ernennung zur Ehrenbürgerin würdigte die Gemeinde die herausragenden Verdienste, die sich Margit Quell um die Gemeinde Mammendorf im sozialen und kommunalpolitischen Bereich über viele Jahre erworben hat. Durch ihre internationalen Erfolge bei den Paralympics erreichte sie darüber hinaus eine große Bekanntheit.

„Da, wo ich dahoam bin, bin ich jetzt Ehrenbürgerin!“ Mammendorf – Als erste Mammendorferin überhaupt wurde Margit Quell am Freitagabend die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde verliehen. „Es ist die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde vergeben kann“, sagte Bürgermeister Josef Heckl (BGM) bei seiner Laudatio beim Festakt vor 105 geladenen Gästen im Saal des Bürgerhauses. Mit der Ernennung zur Ehrenbürgerin würdigte die Gemeinde die herausragenden Verdienste, die sich Margit Quell um die Gemeinde Mammendorf im sozialen und kommunalpolitischen Bereich über viele Jahre erworben hat. Durch ihre internationalen Erfolge bei den Paralympics erreichte sie darüber hinaus eine große Bekanntheit.

Von Ministerpräsident Horst Seehofer wurde sie bereits im vergangenen Jahr mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Keine andere Sportlerin im Landkreis hat so viele olympische Goldmedaillen gewonnen wie Margit Quell: Bei den Paralympics gewann die Mammendorferin in der Leichtathletik und im Schwimmen zehnmal Gold, ist Europameisterin im Rollstuhltanz, und leitet seit 1989 die Rollstuhlsport-Abteilung des USC München. 24 Jahre saß Quell im Gemeinderat und ist seit 1996 Kreisrätin und seit 2012 die Sportreferentin des politischen Gremiums. Im Jahr 2007 übernahm sie den Vorsitz der Stiftung „Ein bisschen mehr wir – ein bisschen weniger ich“ zugunsten Alleinerziehender in Nannhofen und seit 2008zählt sie zum Verwaltungsrat der Sparkasse im Landkreis. Zweimal am Abend erhoben sich die Gäste bei der vierstündigen Veranstaltung von ihren Plätzen und erwiesen der 67-jährigen gebürtigen Mammendorferin, die seit dem zwölften Lebensjahr nach einer Kinderlähmungserkrankung an den Rollstuhl gefesselt ist, mit minutenlangen „standing ovations“ ihre große Wertschätzung: als Bürgermeister Heckl gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Peter Muck (CSU) und Manfred Heimerl (FW) die Ernennungsurkunde überreichten und als sich Quell für die Auszeichnung mit den Worten „die Ehrenbürgerschaft ist mir eine Ehre, sie rundet mein intensives Leben in meiner Geburts- und Heimatgemeinde ab“ bedankte. 

Nach dem inzwischen verstorbenen früheren Nannhofener Bürgermeister Josef Böck (Bürgermeister von 1945 bis zur Gebietsreform 1978) ist Margit Quell erst der zweite Mensch aus der Gemeinde, dem diese Ehre zuteilwurde. Entsprechend groß zog die Gemeinde die Verleihungsfeier auf, die den ganzen Abend über musikalisch von Monika Walch und Franz Oberauer umrahmt wurde. Nach einem Auftritt der Kindergruppe des Heimat- und Trachtenvereins „D`Moasawinkler“ stellten der stellvertretende Landrat Hans Wieser, der ehemalige SPD-Gemeinderat Wolfgang Wuthe und die Pionierin des Rollstuhltanzes, Dr. Gertrude Krombholz, das Leben und Wirken von Margit Quell aus den verschiedensten Blickwinkeln dar. Mit dem leicht abgeänderten Satz des Bayerischen Fernsehens „Da, wo ich dahoam bin, bin ich jetzt Ehrenbürgerin“, schloss der stellvertretende Landrat sein Grußwort und zollte Quell vor allem Respekt, dass sie trotz ihres Handicaps das Leben so großartig meistert. „Du bist die Königlich bayerische Sozialdemokratin“, würdigte Parteigenosse Wuthe das politische Engagement der neuen Ehrenbürgerin und drückte seine Bewunderung darüber aus, dass Quell neben all ihrem sozialen Engagement noch Zeit für den Sport gefunden habe. Dr. Krombholz stellte die große Tanzleidenschaft von Quell in den Mittelpunkt ihres Grußwortes und schenkte Quell anschließend ein gläsernes Rollstuhl-Tanzpaar, das sie 1999 bei den Europameisterschaften erhalten hatte. Eine Tanzaufführung der Rollstuhltanzsportgruppe des USC München mit Margit Quell durfte natürlich an diesem Abend nicht fehlen. Besonders freute sich Quell über die Fotopräsentation, die Kulturreferent Anton Fasching mit ausgewählten Bildern aus ihrem Leben zusammengestellt und musikalisch untermalt hatte. 

Die Fotos dokumentierten eindrucksvoll das abwechslungsreiche und mit Ereignissen prall gefüllte Leben von Margit Quell. „Mit zwölf Jahren wurde ich aus einer schönen Kindheit gerissen. Ab da musste ich kämpfen. Der Sport hat mir dabei geholfen. Ich kann sagen, Ich bin eine fitte Oma“, und mit den Worten „es war für mich ein ganz toller und bewegender Abend“, schloss die neue Ehrenbürgerin ihre Dankesrede. 

Dieter Metzler

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