Landkreiskommunen schließen sich der zentralen Gedenkfeier an

Ehrendes Gedenken für Pandemie-Opfer im Landkreis Fürstenfeldbruck

Eichenaus Bürgermeister Peter Münster bei der Kranzniederlegung am Eichenauer Rathaus.
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Eichenaus Bürgermeister Peter Münster bei der Kranzniederlegung am Eichenauer Rathaus.

Landkreis – Rund 80.000 Menschen sind bislang in Verbindung mit der Corona-Pandemie ums Leben gekommen, 129 allein im Landkreis. Eichenaus Bürgermeister Peter Münster bezeichnete Corona als eine der schwersten Krankheiten der letzten 100 Jahre.

Innerhalb einer rund zehnminütigen Zeremonie legte er vor dem Rathaus einen Kranz nieder und legte die Dimension dieser Zahl: „80.000 – das ist mehr als die beiden Großen Kreisstädte Fürstenfeldbruck und Germering zusammen genommen.“ In Eichenau waren bislang elf Bürger gewesen, die in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben seien, darunter sechs aus dem Evangelischen Pflegezentrum.

Die Zeremonie am Rathaus wurde vom Glockengeläut der katholischen und der evangelischen Kirche begleitet. Ähnliche Aktionen gab es auch an anderen Orten. In Olching etwa rief Bürgermeister Andreas Magg dazu auf, einen Schweigemoment einzulegen oder eine Kerze anzuzünden – sowie er selbst im Rathaus.

Puchheims Stadtoberhaupt Norbert Seidl wandte sich in einer Videobotschaft an die Bürger. Dessen Amtskollege Martin Schäfer aus Gröbenzell legte an der Wegekreuzung gegenüber der Postfiliale einen Kranz nieder. Auch Oberbürgermeister Erich Raff richtete sich mit einer Video-Botschaft an die Brucker Bürger.

Auch Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer legte einen Kranz nieder.

Damit schlossen sich die Landkreiskommunen der zentralen Gedenkfeier am 18. April in Berlin an. Alle Orte folgten auch der im gesamten Freistaat Bayern angeordneten Trauerbeflaggung.

Eichenaus Bürgermeister sprach sich anlässlich der Kranzniederlegung dafür aus, das Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie regelmäßig zu gestalten. „Man könnte dies in den Volkstrauertag integrieren“, schlug Münster vor. Dem schloss sich der evangelische Pfarrer der Eichenauer Friedenskirche Christoph Böhlau an. Münster gab außerdem der Hoffnung Ausdruck, durch die Impfungen und Testungen die Auswirkungen von Corona besser und gezielter in den Griff zu bekommen.

Hans Kürzl

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