Bundestagsabgeordnete und CSU-Landesgruppen-Vorsitzende Gerda Hasselfeldt ehrte langjährige Parteimitglieder. 

Treue Mitglieder

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Für treue Mitgliedschaft in der Brucker CSU (v. li.) geehrt: Heinrich Gstattenbauer (40 Jahre), Ortschef Andreas Lohde, Josef Maierl (40 Jahre), Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, 2. Bürgermeister Erich Raff und Theodor Schleich (40 Jahre).

Fürstenfeldbruck – Mit einer eigens für ihre langjährigen Mitglieder imitierten Veranstaltung ehrte der Brucker CSU-Ortsverband am siebten November im Wirtshaus Auf der Lände insgesamt 38 Mitglieder, die in den vergangenen zwei Jahren eine zehn bis fünfzigjährige Parteizugehörigkeit vollendeten.

Prominenter Gast der Veranstaltung war die Bundestagsabgeordnete und CSU-Landesgruppen-Vorsitzende in Berlin, Gerda Hasselfeldt. Bevor die Bundeswahlkreisabgeordnete gemeinsam mit dem Ortsvorsitzenden Andreas Lohde und Brucks zweitem Bürgermeister, Erich Raff, den Mitgliedern für ihr langjähriges treues Engagement in der Volkspartei dankte und ihnen die Urkunden aushändigte, informierte Hasselfeldt die ca. 80 erschienenen Parteimitglieder über den neuesten Stand in der Flüchtlingspolitik. Das vom Bundestag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise verabschiedete „Asylpaket“, müsse rasch umgesetzt werden, so Hasselfeldt. Es gelte, die Maßnahmen wie Verfahrensbeschleunigung und Rückführung nun auch zu vollziehen. Eine Rückführung nicht anerkannter Flüchtlinge könne nur funktionieren, wenn sie ohne vorherige Ankündigung erfolge. Die Weigerung einiger Bundesländer verurteilte Hasselfeldt, schließlich habe der Bundesrat mit großer Mehrheit dem Gesetzespaket zugestimmt. 

Die in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebrachten Flüchtlinge werden Sachleistungen und kein Geld mehr erhalten, da die Geldleistungen in den Herkunftsländern als Anreiz angesehen werden. Die Flüchtlingsströme, die nach Bayern kommen, muss man reduzieren, so Hasselfeldt. Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern muss und könne man innerhalb einer Woche in die Heimatländer zurückführen. „Bei aller Humanität, die Grenze der Belastbarkeit ist erreicht.“ Viele Flüchtlinge kämen nach Deutschland, nicht, weil in ihrem Land Krieg herrsche, sondern weil es ihnen hier wirtschaftlich besser gehen würde. „Wir müssen jetzt die Spreu vom Weizen trennen.“ Ein Aussetzen der Familiennachführung für die nächsten zwei Jahre halte sie für dringend notwendig. „Die Integration der vielen Flüchtlinge heißt auch, die Menschen hierzulande nicht zu überfordern.“ Hasselfeldt informierte, dass man sich alle 14 Tage in Berlin zusammensetzen werde, die Flüchtlingslage analysieren werde, um gegebenenfalls weitere Sanktionen zu beschließen. 

Die Bewältigung des Flüchtlingsproblems stelle eine riesige Aufgabe dar, die „wir mit nationalen Maßnahmen allein nicht in den Griff kriegen werden.“ So müsse unbedingt mit der Türkei verhandelt werden, dass die drei Millionen Flüchtlinge, die dort sind, auch dort bleiben. „Das wird wahrscheinlich Geld kosten“, meinte Hasselfeldt. Das bedeute aber nicht, dass die Türkei in die EU aufgenommen werde. Das Flüchtlingsproblem ist ein Weltproblem, sagte Hasselfeldt. Kein europäisches, und auch kein deutsches, obwohl es von vielen europäischen Staaten so hingestellt werde. Wenn die CSU nicht den Druck ausgeübt hätte, dann „wären wir nicht so weit“, meinte Hasselfeldt zum Abschluss ihrer Ausführungen. Das „Asylpaket“ trage die klare Handschrift der CSU. Bevor sich die Versammlung bei einem gemeinsamen Weißwurstessen noch rege austauschte, fand die Ehrung der Mitglieder statt. Für 10 Jahre geehrt wurden: Gerti Lohberger und Dieter Pimiskern; für 20 Jahre: Hans Badstöber, Georg Britzlmair, Hermann Engelschall, Peter Glockzin, Rudolf Haller, Rene Halter, Dieter Hausmann, Franz Höfelsauer, Renate Höfelsauer, Pauline Köglsperger, Helga Kriesbach, Manfred Lechner, Renate Lohde, Helmut Nowak, Magnus Probst, Erich Raff; für 25 Jahre: Dr. Rainer Fleischer, Christa Göppel, Helmut Göppel, Michael Ludwig; für 30 Jahre: Dr. Walter Hörberg, Anton Karrer, Erika Karrer; für 35 Jahre: Walter Killi, Dr. Walter Koch, Gerhard Schmidt, Werner Seitz; für 40 Jahre: Heinrich Gstattenbauer, Josef Maierl, Theodor Schleich; für 45 Jahre: Franz-Josef Bauer, Edgar Habiger, Horst Jebautzky, Franz Ostermeier, Karlheinz Stoklossa; für 50 Jahre: Ludwig Lösch. 

Dieter Metzler

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