Präventionstipps von der Germeringer Polizei 

Tag des Einbruchsschutzes zu Beginn der Winterzeit 

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Germeringer Polizeiführung verteilt Flyer zum Thema Einbruchsschutz", v.l. Andreas Ruch, Jürgen Voraberger

Germering –    Dieses Wochenende werden in der Nacht von 26./27.10.2013  die Uhren um eine Stunde zurückgedreht, d.h. ab Sonntag gilt wieder die Winterzeit. Die Bayerische Polizei hat daher den 27.10.2013  "zum Tag des Einbruchschutzes" erklärt, um die Bevölkerung  zu sensibilisieren - auch wenn es  keine klassischen Saisonzeiten für Einbrüche mehr gibt.  Die PI Germering  verteilte Flyer mit Präventionstipps. 

Denn in den nun bevorstehenden Wintermonaten ist erneut mit einer signifikant steigenden Anzahl von Wohnungseinbrüchen  zu rechnen. Die organisiert operierenden meist aus Osteuropa stammenden Tätergruppen nutzen die früh einsetzende Dunkelheit, um unbeaufsichtigte Objekte zunächst auszukundschaften und anschließend gezielt anzugehen. 

Bei den sogenannten Dämmerungswohnungseinbrüchen, die üblicherweise nur wenige Minuten dauern, haben es die Täter in erster Linie auf leicht zu transportierende Gegenstände wie Schmuck, Bargeld oder Handys abgesehen. Viel schwerer als der reine materielle Schaden wiegt jedoch für die betroffenen Wohnungsinhaber die psychische Belastung, dass jemand Fremder in ihre Intimsphäre eingedrungen ist und persönlichste Dinge 'beschmutzt' hat.  

 Die Germeringer Polizei nimmt das Thema Einbruchschutz sehr ernst und hat daher  beim Gilchinger Wochenmarkt einen Infostand zum Thema Einbruchsprävention "in prominenter Besetzung" durch ihren neuen Chef POK Jürgen Voraberger und ihren scheidenden Chef EPHK Klaus Frank betrieben, die im persönlichen Gespräch mit den Bürgern Tipps gegeben und Flyer verteilt haben.   

Ganz entscheidende Bedeutung bei der Bekämpfung dieser Kriminalitätsform misst die Polizei der Aufmerksamkeit Ihrer Bürger zu, d.h. bei aktuellen verdächtigen Beobachtungen, sollte umgehend die örtlich zuständige Polizeidienststelle informiert werden oder der Polizei-Notruf unter der 110 gewählt werden. Unter diese verdächtigen Beobachtungen, die für die Polizei relevant sein können, fallen bsp. vor einem Anwesen stehende erkennbar ortsfremde Personen oder in Fahrzeugen mit auswärtigen Kennzeichen sitzende Personen, die  geeignete Objekte möglicherweise ausspionieren.

 Eminent von Vorteil in Sachen Einbruchsprävention ist es auch im Sinne einer guten Nachbarschaft seine Mitbewohner über eine längere Abwesenheit oder auch über die  arbeitsbedingte übliche Abwesenheit in Kenntnis zu setzen, so dass die Nachbarn im Falle von lauten Geräuschen in derartigen Wohnungen sensibilisiert sind und entsprechend reagieren.   


Als zweite Schiene, um diesem Phänomen etwas von polizeilicher Seite entgegenzusetzen, steht die fachkompetente und kostenlose Beratung der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck zur Verfügung. Kriminalhauptkommissar Heggmeier ist bei der Kripo Fürstenfeldbruck unter der Telefonnummer 08141/612-397 zu erreichen und steht gerne zu dem Fragenkomplex 'Sicherung des Eigentums'  bsp. durch den Einbau von zusätzlichen Schlössern an der Innenseite von Fenstern oder Terrassentüren zur Verfügung.    

Tipps Ihrer Polizei: Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen.   Nutzen Sie bei Klingeln an der Türe den Türspion und den Sperrbügel.  Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf den Nachbargrundstücken - und sprechen Sie die fremden  Personen an.  Betreuen Sie Nachbarwohnungen, wenn diese länger abwesend sind.   Erwecken Sie den Eindruck einer bewohnten Wohnung bsp. auch durch den Einsatz von Zeitschaltuhren für Lichtquellen. Verschließen Sie die Fenster und Türen, auch bei kurzer Abwesenheit. Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.    Wenn Sie das Haus verlassen: Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie immer ab.   Verstecken Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen.   Rollläden sollten zur Nachtzeit geschlossen sein; tagsüber sollten sie keinesfalls geschlossen sein. Gekippte Fenster sind offene Fenster und eine Aufforderung für ungebetene Besucher - daher sollte man sie bei Abwesenheit immer geschlossen halten.    

Alarmieren Sie bei Gefahr oder Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110. Der Notruf ist von jedem Münz- oder Kartentelefon ohne Telefonkarte möglich; beim Handy auch ohne Karte.   

Im Bereich des Polizeipräsidiums München (Stadt und Landkreis München) kam es nach Mitteilung des PP im Jahre 2012 zu 1.214 Wohnungseinbrüchen. Das ist gegenüber 2011 ein Anstieg um 17,3%. Auch dieses Jahr stiegen die Fälle von Januar bis Oktober im Vergleich zu 2012 um bislang 7,3% an.

 Es gibt keine klassischen Saisonzeiten mehr und die Zahlen bleiben ganzjährig auf dem hohen Niveau. Aus diesem Anlass informiert das Polizeipräsidium München erneut über dieses Thema und will die Bürger entsprechend sensibilisieren. Denn es entstehen nicht nur materielle Schäden bei Einbrüchen. Gerade die immateriellen Folgen belasten die Opfer am stärksten. 

Die Münchner Polizei wird künftig verstärkt Kontrollen im Straßenverkehr durchführen. Polizeiliche Kontrollaktivität erzeugt präventiv eine abschreckende Wirkung auf potentielle Straftäter. Bei Kontrollen werden aber auch verdächtige Personen festgestellt sowie Tatwerkzeuge und Diebesgut aufgefunden.  

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