Eine ganz heiße Nummer – Heitere Film-Präsentation mit Publikumsliebling Gisela Schneeberger in Gröbenzell

Die Autogramme von Gisela Schneeberger waren sehr begehrt. Auf Wunsch setzte sie auch eine kurze persönliche Widmung dazu.

Ob sie denn ihren charmanten französischen Akzent immer so gut drauf habe, wurde Gisela Schneeberger aus der Runde der knapp 190 Kinobesucher der Gröben-Lichtspiele gefragt. Die 63-jährige bewies Reaktionsvermögen und Spontanität. „Diesen Akzent kriegst so nur mit Drehbuch hin.“ Kinobetreiberin Petra Löw hatte die Schauspielerin und Kabarettistin nach Gröbenzell locken können, um zu ihrem neuesten Film „Eine ganz heiße Nummer“ Fragen des Publikums beantworten zu können.

Die waren dann bisweilen auch schon handfest-informativer Natur. Wann denn der nächste Film mit Gerhard Polt anstünde, wollten gleich mehrere Kinofans wissen. Immerhin taucht Schneeberger seit 1975 in verschiedensten Fernseh- und Filmrollen der Seite Polts auf. Man sei zwar regelmäßig in Kontakt berichtete sie, doch einen interessanten Stoff gebe es nicht. Interessant genug war auch, was Schneeberger aus dem Nähkästchen des neuesten Kinoknüllers plauderte. Sie schwärmte von der tollen Gegend zwischen Zwiesel und Deggendorf, in der sechs Wochen lang gedreht worden sei. „Da hat auch keiner die Nase gerümpft, als wir Ihnen erzählt haben, um was es in dem Film geht“, so Schneeberger. Nur das zuständige Ordinariat habe Schwierigkeiten gemacht, als es um die Genehmigung für Dreharbeiten in einer Kirche ging. Nach einigem Suchen fand sich ein Geistlicher, der in seiner Kirche Einlass gewährte. Den Ort gab Schneeberger nicht preis und erklärte warum: „Dieser Pfarrer hat gut weggesehen und weggehört“, schmunzelte die Schauspielerin. Reichlich Grund zum Schmunzeln und Lachen gab es auch in den 95 Filmminuten. Wer sich also gut unterhalten und dazu noch über manch bayerisch-hintergründigen Fingerzeig auf so genannte Moral amüsieren will, ist bei „Eine ganz heiße Nummer“ richtig.

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