Einweihung des neuen Feuerwehrhauses beim Kreisfeuerwehrtag in Eichenau

Viele Gäste wohnten der Eröffnungsfeier bei. - Foto: Hans Kürzl

„Ein neues Feuerwehrhaus, ein Festtag für uns Eichenauer.“ So umschrieb der evangelische Pfarrer Christoph Böhlau die Bedeutung des Neubaus für die Gemeinde. Dass für den Dienst am Mitmenschen, der dort geleistet wird, ein Miteinander notwendig ist, unterstrich dessen katholischer Amtskollege Martin Bickl. „Nur dieses Miteinander der verschiedenen Aufgaben führt zum Erfolg“, sagte Bickl, ehe er zusammen mit Böhlau bei der offiziellen Einweihung des Feuerwehrhauses die neuen Räumlichkeiten segnete.

Die beiden Eichenauer Pfarrer wiesen aber auch darauf hin, welche Verantwortung die Feuerwehrleute oft in ihren Einsätzen zu tragen hätten. Es gebe Grenzen der Leistungsfähigkeit bei Seele und Körper, betonte Böhlau. „Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn man nach einem schweren Einsatz nicht gleich zur Tagesordnung übergeht“, so Böhlau. Pfarrer Bickl ergänzte diesen Aspekt um das Spannungsfeld einer Feuerwehrkraft mit Familie und Beruf. Deswegen müsse zumindest das Arbeitsumfeld so modern und angenehm wie möglich gestaltet werden, erklärte Eichenaus Bürgermeister Jung. In diesem Zusammenhang wies er auf die Gesamtkosten des neuen Feuerwehrhauses von rund 7,2 Millionen Euro hin. „Trotzdem war aus der heutigen Sicht heraus jede Entscheidung richtig“, sagte Jung. Besonders freue er sich, dass auch die örtliche Bereitschaft des Roten Kreuzes im Neubau eine Heimat gefunden habe. Dies sei ein Vorbild für gutes organisatorisches Zusammenarbeiten, so der Bürgermeister. Wilhelm Huber, der erste stellvertretende Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes erhofft sich durch diese Zusammenarbeit eine Signalwirkung auf andere Kommunen im Landkreis. Ein gutes Zusammenspiel sei ebenso bei Planung und Durchführung des Baus notwendig gewesen, führte Achim Schweigstetter aus, der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eichenau. Die Bauverwaltung unter Amtsleiter Andreas Troltsch sowie das Architekturbüro Sütfels habe wichtige Beiträge geliefert. Schweigstetter vergaß aber auch nicht die 6000 Arbeitsstunden zu erwähnen, die die Eichenauer Feuerwehr in Eigenleistung beigetragen habe. Dass dies genauso für den Landkreis von Bedeutung ist, betonte Kreisbrandrat Hubert Stefan. Daher sei der Neubau von grundsätzlich wichtiger Bedeutung gewesen. Kreisbrandrat Stefan würdigte daher auch die Gemeinderäte der Legislaturperiode bis 2008, in der die grundsätzlichen Entscheidungen zum Feuerwehrhaus fielen: „Sie haben die Wichtigkeit einer guten Einsatzbereitschaft erkannt. Ähnlich äußerte sich der erste Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Reinhold Bocklet. „Das Feuerwehrhaus war ein finanzieller Kraftakt, aber die Notwendigkeit stand nie außer Frage.“ Die Feuerwehr habe genauso wichtige Aufgaben in Vorbeugung, Beratung und bei der Jugendarbeit. Dies ergänze die Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner mit der Forderung: „Die Feuerwehr braucht nicht nur die Unterstützung der Politik, sondern der gesamten Gesellschaft.“ Wehrleiter Jens Fichtner von der Freiwilligen Feuerwehr der sächsischen Partnergemeinde Scharfenstein sprach von einem Quantensprung den das neue Feuerwehrhaus bedeute. „Respekt, was Gemeinde und Feuerwehr geleistet haben.“ Da falle es sicher leicht, die aktiven Mitglieder zu behalten und neue hinzuzugewinnen. Diesem Zweck diente auch auch der Tag der offenen Tür, der im Rahmen der offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten und des Kreisfeuerwehrtages abgehalten wurde. Neben Führungen durch das neue Gebäude standen auch viele Vorführungen auf dem Programm. Bei denen konnten die zahlreichen Besucher zum Teil selbst aktiv mitwirken.

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